Yerkes-Observatorium

01. April 2009

Einen möglichst genauen Blick auf den Mond und andere Himmelskörper werfen? Das können Astronomen, also Sternenkundler, zum Beispiel mit dem größten «klassischen» Fernrohr der Welt. Es heißt Yerkes-Refraktor und steht in der Nähe der amerikanischen Stadt Chicago im Yerkes-Observatorium. Es ist nach dem Geschäftsmann Charles T. Yerkes benannt. Er bezahlte 1892 den Bau des Riesen-Teleskops.

Das Fernrohr ist beinahe 20 Meter lang. Es hat eine Linse mit einem Durchmesser von etwas mehr als einem Meter. Ein größeres Linsenfernrohr wird es wohl nie geben - aus technischen Gründen. Derartig große Linsen sind so schwer, dass sie sich durchbiegen. Dann machen sie keine scharfen Bilder mehr.

Deswegen begann man nach Fertigstellung des Yerkes-Refraktors, eine neue Art Fernrohr zu bauen - sogenannte Spiegelteleskope. Bei Spiegeln ist die Sache einfacher. Das Licht fällt nämlich nicht durch sie hindurch, sondern wird zurückgeworfen. Deshalb kann man die schweren Spiegel von unten einfach abstützen.

Die Spiegel moderner Teleskope haben einen Durchmesser von rund acht Metern und sind unglaublich lichtstark. Das «Large Binocular Telescope» hat sogar zwei solcher großer Spiegel zusammengeschaltet. Es heißt auf Deutsch «großes binokulares Teleskop». «Binokular» kommt von den lateinischen Worten «bi» für zwei und «oculus» für Auge. Denn das Teleskop beobachtet sozusagen mit zwei riesigen «Augen» den Himmel. Damit kann man angeblich in 2,5 Millionen Kilometern Entfernung noch das Licht einer Kerze sehen. Dieses Teleskop steht in Arizona in den USA.

dpa.

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