XMM-Newton

01. April 2009

Im Weltraum ist es manchmal wirklich extrem: Es gibt zum Beispiel so hohe Temperaturen oder starke Magnetfelder, dass Röntgenstrahlung freigesetzt wird.

Eine solche Röntgenquelle kann ein sterbender Stern sein oder auch ein Schwarzes Loch. Astronomen messen und untersuchen diese Röntgenstrahlen und entlocken ihnen Informationen über das Universum.

Unsere Erde wird durch ihre Atmosphäre vor der gefährlichen Röntgenstrahlung geschützt. Deswegen werden solche Röntgenmessungen mit speziellen Fernrohren von Satelliten aus gemacht. Eins der größten Röntgenfernrohre und einer der wichtigsten europäischen Forschungssatelliten ist XMM-Newton.

Drei einzelne Fernrohre mit je 58 kreisförmig angeordneten Spiegeln versuchen, möglichst viele Strahlen aufzufangen. XMM-Newton wird von Darmstadt aus gesteuert. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über rätselhafte Schwarze Löcher und die Entstehung von Galaxien. Bisher hat der Satellit mindestens 200 000 Sterne, Galaxien und andere Himmelsobjekte beobachtet.

XMM-Newton wird noch ein paar Jahre, vielleicht so bis 2012 um die Erde kreisen. Übrigens - wenn ein Arzt mit Hilfe des Röntgens unseren Körper durchleuchtet, nutzt er genau die gleiche Strahlung wie die Astronomen.

dpa.

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