Andromedanebel

24. Oktober 2012

Der Andromedanebel ist ein trüber Fleck, den man in klaren Nächten manchmal am Himmel sehen kann - ganz ohne Fernrohr.

Zu beobachten ist er vor allem im Herbst hoch am nördlichen Himmel. Der Fleck ist ein Sternensystem im Sternbild der Andromeda. Der Andromedanebel ist von unserer Milchstraße aus gesehen die nächstgelegene Galaxie - und ihr nicht unähnlich. Genau wie die Milchstraße dreht sich der Andromedanebel in sich. Allerdings in die andere Richtung.

Er ist doppelt so groß wie die Milchstraße. Von der Erde ist der Andromedanebel etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Fachleute schätzen, dass der Andromedanebel 400 bis 500 Milliarden Mal so schwer ist wie die Sonne.

In seinem Kern befindet sich ein weiterer Kern, der erst vor kurzem mit dem Hubble-Weltraumteleskop entdeckt wurde. Er stammt vermutlich von einer kleineren Galaxie, die der Andromedanebel irgendwann verschluckt hat.

Die Milchstraße und der Andromedanebel bewegen sich aufeinander zu. Und zwar mit etwa 950 000 Kilometern pro Stunde. Irgendwann in etwa drei Milliarden Jahren treffen sie wohl aufeinander. Und dann? Dann werden sie verschmelzen. Das wird wahrscheinlich die Geburt vieler neuer Sterne auslösen. Aber bis dahin dauert es ja noch eine Weile.

Andromeda ist eine Frauen-Figur aus der griechischen Sage. Die Geschichte erzählt, dass Andromedas Mutter zu sehr prahlte. Sie hielt sich für schöner als die Begleiterinnen des Meeresgottes Poseidon.

Das versetzte Poseidon in Wut. Er schickte eine Flut und ein Seeungeheuer. Doch bestraft wurde nicht die Prahlerin selbst, sondern ihre Tochter Andromeda. Sie wurde zur Besänftigung des Seeungeheuers an einen Felsen gekettet. Dann kam Held Perseus und verliebte sich in Andromeda. Er tötete das Seeungeheuer und bekam die Gerettete zur Frau. Nach ihrem Tod wurden sie als Sternbilder an den Himmel versetzt und so unsterblich.

dpa.

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