Zwischen Zufriedenheit und Angst

19. Februar 2019

Kindern in Deutschland geht es oft gut. Fast alle haben genug zu essen. Viele sind zufrieden mit ihrem Taschengeld und in ihren Familien fühlen sie sich wohl. Trotzdem machen sich viele auch Sorgen. Etwa jedes zweite Kind hat Angst vor Armut. Außerdem haben viele Kinder Angst, in der Schule gemobbt zu werden. Das haben Fachleute herausgefunden. Am Dienstag berichteten sie darüber.

Wenn es den meisten Kinder gut geht - wie passt es dann zusammen, dass sie sich solche Sorgen machen?

Manche Bedrohungen schätzen Menschen höher ein als sie sind. «Es gibt viele Menschen mit Flugangst und weniger mit Angst vor dem Autofahren», sagt die Psychologin Karen Krause. Dabei passieren mehr Autounfälle als Flugzeugabstürze. Doch stürzt ein Flugzeug ab, sind oft viele Menschen betroffen. Das Ereignis sticht dann mehr hervor als ein Autounfall. So kann es auch beim Thema Armut oder Mobbing sein. Wird viel darüber geredet oder berichtet, sticht das Thema heraus. Wir glauben dann: Es kommt häufiger vor als es tatsächlich der Fall ist. Und haben dann Angst, wir könnten auch betroffen sein.

Was macht die Angst mit uns?

Im schlimmsten Fall führt sie dazu, dass wir Sachen vermeiden. Das kann unsere Angst aber noch stärker machen. Bei manchen führt es sogar dazu, dass sie vor lauter Angst vor Mobbing nicht mehr zur Schule gehen wollen.

Was kann man gegen seine Angst tun?

«Angst ist erstmal kein schlechtes Gefühl», sagt Karen Krause. «Sie schützt uns vor Gefahr.» Wer aber starke Angst hat, kann sich etwa überlegen: An wen kann ich mich wenden, sollte ich wirklich mal gemobbt werden? Welche Mitschüler oder Lehrer helfen mir? Wer Angst hat, dass seine Familie zu wenig Geld hat, kann sich von seinen Eltern erklären lassen: Was kostet im Leben wie viel? Und wie hoch ist das Einkommen meiner Eltern? Karen Krause sagt: «Mit Mutgedanken kann ich die Angst verändern.»

dpa.

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