Weniger Menschen leben im Land China

17. Januar 2023

In keinem anderen Land der Welt leben derzeit mehr Menschen als in China. Wie viele es sind, wurde am Dienstag bekannt gegeben. Schreibt man die Zahl aus, braucht man ganz schön viel Platz: 1 411 750 000. Also mehr als eine Milliarde und vierhundert Millionen Menschen. Doch die Bevölkerung des Landes wächst nicht mehr weiter, sie ist im vergangenen Jahr sogar geschrumpft. Warum das so ist und wieso das Probleme bereitet, erfährst du hier.

Wann schrumpft eine Bevölkerung?

Die Bevölkerung eines Landes verändert sich jeden Tag ein bisschen: Es kommen Leute hinzu, weil sie geboren werden oder weil sie von woanders herziehen. Und es werden weniger Leute, etwa weil sie wegziehen oder sterben. In China gibt es inzwischen viele ältere Leute, die irgendwann auch sterben, und wenige Kinder, die nachkommen. Das hat mit der Ein-Kind-Politik zu tun.

Was ist die Ein-Kind-Politik?

Im Jahr 1979 wurde in China diese Regel eingeführt: Paare dürfen nur noch höchstens ein Kind bekommen. Damit wollte man verhindern, dass es irgendwann zu viele Menschen im Land gibt. Eine Befürchtung war, dass es sonst nicht genug zu Essen für alle gibt. Vor sieben Jahren wurde die Regel gelockert. Inzwischen dürfen Familien auch zwei oder drei Kinder haben. Trotzdem gibt es weiterhin viele Einzelkinder. Das liegt unter anderem daran, dass die Menschen in China sich daran gewöhnt haben, nur ein Kind zu haben. Sie kennen es gar nicht anders.

Wie wird sich die Bevölkerung in China weiter entwickeln?

Vieles in China ist ziemlich teuer für die Leute: Wohnungen, Bildung und die Gesundheitsversorgung. Auch das sorgt dafür, dass viele Menschen lieber keine oder wenige Kinder haben wollen. In Zukunft werden deshalb wenige junge Leute die vielen alten Menschen unterstützen müssen. Auch die Unternehmen in China bekommen Probleme, wenn sie nicht mehr genug Menschen finden, die bei ihnen arbeiten können. Um das zu verhindern, versucht die Regierung es Eltern leichter zu machen. Die Kosten für Schulen und Kindergärten wurden zum Beispiel gesenkt.

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dpa.

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