Warum ein Kanzler Königsmacher braucht

27. September 2021

Ja, wer wird denn nun der nächste Kanzler von Deutschland? Einfache Frage, oder? Der Wahlsieger natürlich! Das ist Olaf Scholz von der Partei SPD. Seine Partei hat bei der Wahl zum Bundestag die meisten Stimmen bekommen. «Das ist ein großer Erfolg», freute Olaf Scholz sich.

Doch so einfach wird es nicht für Olaf Scholz! Auch Armin Laschet von der CDU kann sich vorstellen, Kanzler zu werden. Dabei landete seine Partei zusammen mit der CSU auf dem zweiten Platz. Zusammen werden CDU und CSU Union genannt. Wieso aber könnte Armin Laschet auch als Verlierer Kanzler werden?

Das hängt davon ab, ob die Union es schafft, genug kleinere Parteien als Verbündete an ihre Seite zu ziehen. Genau das wird auch die SPD mit Olaf Scholz versuchen.

Denn keiner von beiden hat genug Stimmen, um alleine Entscheidungen im Bundestag zu treffen. Für Mehrheiten brauchen SPD und Union ein Bündnis mit anderen, kleineren Parteien. Koalition nennen Fachleute so eine Zusammenarbeit.

Deshalb sind jetzt die Grünen und die FDP plötzlich so wichtig. Beide Parteien haben viele Stimmen dazu gewonnen. Manche nennen sie nun die Königsmacher. Dabei wird in Deutschland kein König gewählt, sondern ein Kanzler. Das Wort soll nur zeigen, dass die beiden kleinen Parteien diesmal viel Macht haben. Nur mit ihnen zusammen kann eine Regierung gebildet werden, die eine Mehrheit im Bundestag hat.

Deshalb reden wohl zuerst Grüne und FDP miteinander. Sie müssen erst mal klären: Finden sie genug Gemeinsamkeiten? Und vor allem, wer soll die neue Regierung anführen? Die Grünen fühlen sich der SPD näher, die FDP der Union.

Dabei wollen alle Parteien natürlich möglichst viel von ihren eigenen Ideen durchbringen. In einem Bündnis müssen aber alle auch zurückstecken. Die Verhandlungen darüber könnten einige Wochen dauern. Erst dann steht fest, wer nächster Kanzler wird.

dpa.

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