Warum das Wetter im Sommer häufig tobt

29. Juni 2021

Umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer, überschwemmte Straßen. An manchen Orten in Deutschland hat es am Montagabend heftige Unwetter gegeben, etwa in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

«So heftige Unwetter wie diese passieren im Sommer häufiger», erklärt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. Das hat damit zu tun, dass die Sonne im Sommer bei uns kräftiger scheint als in den anderen Jahreszeiten.

«Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen», sagt der Experte. Diese Feuchtigkeit war vorher zum Beispiel im Boden. Weil warme Luft leichter ist als kalte, steigt sie schnell in die Höhe. Die Feuchtigkeit nimmt sie dabei mit, als Wasserdampf.

Hoch oben ist es viel kälter als unten auf der Erde. Deshalb kühlt die Luft wieder ab. Die Feuchtigkeit in der Luft sammelt sich zu Tröpfchen und es entstehen Wolken, die immer größer werden. Darin können sich auch Hagelkörner bilden. «Wenn die Regentropfen und Hagelkörner immer größer werden, sind sie irgendwann zu schwer und fallen aus der Wolke raus», sagt Andreas Friedrich.

«Gibt es wenig Wind, ziehen diese großen Wolken kaum von der Stelle», erklärt er. Sie regnen sich dann über einem sehr kleinen Gebiet ab. «Dabei kann es dort dann in ein, zwei Stunden so viel regnen wie normalerweise in einem ganzen Monat.» Das führt dann häufig zu vollgelaufenen Kellern und Überschwemmungen.

Hinzu kommt: «Wenn aus der Wolke Regen herunterfällt, wird auch kühlere Luft mit nach unten gerissen. Es entsteht Wind, der aus den hohen Wolkenschichten herunterstürzt.» So entstehen Sturmböen. Sind diese sehr heftig, können sie große Schäden anrichten.

Gewitter gibt es übrigens, wenn in einer Wolke kalte und warme Luftmassen aneinander reiben und dabei elektrische Spannung entsteht. Diese Energie entlädt sich irgendwann in Blitzen.

dpa.

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