Veränderte Hilfe für arbeitslose Menschen

24. November 2022

Ein erster Versuch war gescheitert. Jetzt aber haben sich Politikerinnen und Politiker geeinigt. Sie wollen etwas daran ändern, wie arbeitslose Menschen und ihre Familien vom Staat unterstützt werden. Am Freitag wollen sie das neue Bürgergeld beschließen. Was sich für die Menschen und auch ihre Kinder verändert, steht hier. 

Was ist das Bürgergeld?

Das Bürgergeld ersetzt ab dem kommenden Jahr Hartz IV (gesprochen: vier). Es ist für Menschen gedacht, die längere Zeit arbeitslos sind. Das Geld bekommen sie vom Staat. Der Staat sorgt damit etwa dafür, dass die Menschen sich eine Wohnung leisten können, genug zu essen haben und Schulsachen für ihre Kinder kaufen können. 

Was ist der Unterschied zum bisherigen Hartz IV?

Das Bürgergeld ist etwas höher als Hartz IV. Außerdem wurden einige Regeln gelockert. Bisher wurden Menschen häufiger schnell in Jobs gesteckt, die nicht unbedingt zu ihnen passten oder nicht dauerhaft waren. Jetzt soll es stattdessen stärker darum gehen, einen Job zu finden, der zu dem Menschen und seinen Fähigkeiten passt. Auch Weiterbildungen werden stärker gefördert.

Was bedeutet das Bürgergeld für Kinder?

Wer arbeitslos ist und Kinder hat, bekommt für jedes Kind Geld, um es zu versorgen. Dieses Geld soll erhöht werden. Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren steigt die Summe von 311 auf 348 Euro. Auch andere Änderungen sind für Kinder wichtig. Etwa diese: Wird jemand arbeitslos, darf er nun mindestens ein Jahr in seiner Wohnung bleiben und muss nicht in eine kleinere, günstigere Wohnung umziehen. Auch Familien können also erst mal in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

Warum war es für die Politikerinnen und Politiker schwierig, sich zu einigen?

Einige meinten zum Beispiel: Ohne strenge Regeln würden Menschen sich vielleicht nicht genug anstrengen, um eine Arbeit zu finden. Einige Lockerungen haben es deshalb nicht in die endgültige Version des Bürgergelds geschafft. Auch jetzt sind nicht alle zufrieden mit dem Kompromiss. Einige halten die Regeln weiterhin für zu locker, anderen sind sie noch immer zu streng.

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dpa.

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