Unterricht im Internet

20. März 2020

Die Schule ist dicht, aber gelernt werden soll trotzdem. Überall wird gerade die Frage gestellt, wie man den Unterricht aus dem Klassenzimmer ins Kinderzimmer bringen kann. Dabei soll vor allem das Internet helfen. Doch das Ganze ist gar nicht so einfach.

Manche Schulen beschäftigen sich schon länger mit Lern-Plattformen im Internet. Ein Experte erklärt, wie das geht: «Dort kann man zum Beispiel Dateien austauschen und ein Lerntagebuch pflegen. Es gibt eine Chat-Funktion, über die man auch Rückmeldung zu Aufgaben geben kann. Einige Plattformen bieten sogar Videofunktionen an.»

Lern-Plattformen, Apps, iPad-Klassen: Manche Schulen sind es also schon gewohnt, mit elektronischen Medien zu arbeiten. Aber was ist mit den anderen Schulen? Der Experte sagt: Jetzt schnell eine eigene Lern-Plattform aufzubauen, sei schwierig. Trotzdem gibt es Möglichkeiten: «Erst einmal ist es wichtig, dass Schüler, Lehrer und Eltern in Kontakt bleiben können», sagt er. «Das geht zum Beispiel über E-Mail, so kann man auch Material verteilen. Oder über eine Telefon-Hotline für die Eltern.» Auch über die Webseiten der Schulen könnten Informationen mitgeteilt werden.

Manche Bundesländer haben bereits eigene Lern-Plattformen für ihre Schulen. Aber auch dort gibt es Probleme: In Baden-Württemberg und Bayern etwa funktionierten die Programme in den ersten Tagen nicht so gut. Denn wenn zum Beispiel sehr viele Menschen gleichzeitig ein Programm nutzen, kann es oft nicht so gut arbeiten. Dann braucht man etwas Geduld. Es wird aber schon an Lösungen gearbeitet.

Außerdem gibt es im Internet gerade jede Menge Lern-Angebote, etwa in den Mediatheken von Fernsehsendern. Und auch mehrere Nachhilfeprogramme würden ihre Angebote im Internet in der nächsten Zeit kostenlos anbieten, sagt der Fachmann.

dpa.

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