Tierschutz oder Gemeinheit?

21. Juni 2019

In Zoos und Tierparks gehen Menschen, um wilde Tiere zu sehen. Aber geht es den Tieren dort gut? Da sind sich viele Leute uneins.

Hier liest du einige Gründe, die für die Haltung wilder Tiere im Zoo sprechen und Gründe dagegen.

ZOOS SCHÜTZEN TIERE: Um Löwen, Elefanten und etwa Affen in freier Natur zu sehen, müssten wir weit reisen. Im Zoo kann man diese Tiere aus der Nähe erleben. Viele Zoobetreiber sagen: Was man beschützen will, muss man auch kennen lernen und verstehen.

Zoos kümmern sich auch um gefährdete Tierarten. Ein Experte sagte gerade: «Wir erhalten bedrohte Arten und wir können sie auch züchten». In Zoos habe man schon mehr als 50 Arten vor dem Aussterben retten können. Wie etwa das Europäische Wisent, eine Art wildes Rind.

Außerdem finden auch Forscher in den Zoos viel über Tiere heraus. Denn die meisten Zoos tauschen ihr Wissen untereinander aus. Etwa mit einer gemeinsamen Datenbank. Das ist wichtig, um zum Beispiel kranke Tiere richtig zu behandeln. Und um sie besser züchten zu können.

ZOOS TUN TIEREN NICHT GUT: Gegner von Zoos finden: Wilde Tiere darf man nicht einsperren. Zwar würden sich viele Zoos bemühen, ihre Tiere in möglichst natürlicher Umgebung unterzubringen. Doch trotzdem hätten sie weniger Platz als in der Wildnis.

Besonders bei Wildkatzen und Bären sei das ein Problem. Dann kann es sein, dass sich die Tiere in ihrem Gehege unnatürlich verhalten. Sie laufen dann etwa ständig im Kreis. Tierschützer werten das als Zeichen, dass die Tiere im Zoo leiden.

Manche Zoos versuchen auch, möglichst viele außergewöhnliche Tierarten zu zeigen. Damit mehr Besucher kommen und Eintritt bezahlen. Denn die Zoos müssen die Pfleger bezahlen und Futter für die Tiere kaufen. Manche Fachleute finden das aber nicht gut. Sie sagen: Ein Zoo könne sich viel besser um seine Tiere kümmern, wenn er sich auf wenige Tierarten beschränkt.

dpa.

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