Streit um Polizisten in Kampfanzügen

23. Juli 2020

Eine Uniform wie ein Soldat, ein Kampfhelm auf dem Kopf und große Masken vor dem Gesicht. So stellt man sich normalerweise keinen Polizisten vor.

Doch in den Vereinigten Staaten von Amerika sind gerade viele Polizisten in solchen Kampfanzügen im Einsatz. Für diese Polizisten ist die Regierung des Landes zuständig. Deswegen werden sie bei uns manchmal auch Bundespolizisten genannt. Präsident Donald Trump hat sie in mehrere Städte geschickt. Sie sollen dort für Recht und Ordnung sorgen, sagt er.

Ein Beispiel ist die Stadt Portland. Dort wird seit Wochen für die Rechte von schwarzen Menschen demonstriert. Die Leute wollen nicht mehr wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt werden. Bei den Protesten kommt es auch immer wieder zu Randale und Gewalt. Donald Trump findet, die Städte hätten die Lage nicht mehr unter Kontrolle.

Doch die Bundespolizisten sorgen nicht unbedingt für Ruhe. Manche Leute haben sogar Angst vor ihnen. Denn es gibt Berichte, dass sie besonders brutal vorgehen. Außerdem haben sie Menschen festgenommen. Eine USA-Expertin sagt aber: Das dürfen die Bundespolizisten meistens gar nicht. Eigentlich sei die Polizei der Stadt dafür verantwortlich, für Ordnung zu sorgen.

Auch in anderen Städten sollen jetzt Bundespolizisten eingesetzt werden. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte sind deswegen ziemlich sauer. Sie wollen nicht, dass sich Donald Trump in ihre Angelegenheiten einmischt. Deswegen haben sie auch einen Brief an die Regierung geschrieben.

Manche Leute glauben auch, dass es Donald Trump gar nicht so sehr um die Sicherheit in den Städten geht. Sondern darum, im November wieder als Präsident gewählt zu werden. Mit dem Einsatz der Bundespolizisten will Trump zeigen, dass er hart durchgreifen kann. Das komme bei seinen Wählern an, meint die Expertin.

dpa.

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