Städte vor starkem Regen schützen

26. August 2021

Tagelang regnet und regnet es. Immer mehr Wasser rauscht die sonst so kleine Bergbäche hinab in die Täler. Dort passiert es dann: Städte und Dörfer überflutet. Häuser gehen kaputt, sogar Menschen sterben.

Das ist im Juli in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geschehen. Und auch schon Jahre zuvor in anderen Gegenden. Solche schlimmen Nachrichten über extreme Regenfälle scheinen immer häufiger vorzukommen.

Forschende haben dazu am Donnerstag eine Studie vorgelegt. Sie haben Wetter-Daten aus den vergangenen 20 Jahren in Deutschland gesammelt. Dabei untersuchten sie, wann es in welchen Gegenden besonders viel geregnet hat. «Es kam dabei heraus, dass extreme Regengüsse leicht zugenommen haben», erklärt die Expertin Susanne Krings. Um herauszufinden, was das in Zukunft bedeutet, müsse man allerdings einen noch längeren Zeitraum betrachten.

Die Wissenschaftler erklären: Wenn es auf der Erde wärmer wird, verändern sich auch die Niederschläge. Es kommt häufiger zu Starkregen auf kleinerem Raum als zu andauerndem Regen auf großer Fläche.

«Außerdem kommt Starkregen überall in Deutschland vor», sagt die Fachfrau. Obwohl es an Gebirgen durchschnittlich mehr regnet als im flachen Land, könnten Menschen also überall mit heftigen Unwettern Ärger bekommen.

Deshalb raten die Experten, in allen Städten Vorkehrungen zu treffen. Dabei wird häufig vom Begriff Entsiegelung gesprochen. Denn der Boden in Städten ist durch Straßen, Parkplätze und Gebäude oft sozusagen versiegelt. Wasser kann dort schlecht versickern.

Gegen diese Versiegelung soll etwas passieren. Es sollen mehr Grünflächen entstehen und Wege gefunden werden, damit die Städte mehr Regen aufnehmen können. Man spricht dann von einer Schwamm-Stadt. Dort wird das Wasser so aufgesaugt wie ein Schwamm dies tut.

dpa.

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