Sorge um Kinder in Afghanistan

24. August 2021

Tausende Menschen wollen ihre Heimat Afghanistan verlassen. Politiker und Fachleute bemühen sich, besonders gefährdeten Menschen zu helfen. Denn in Afghanistan hat die Gruppe der Taliban die Macht übernommen. Mit ihnen könnten sich die Regeln im Land extrem ändern. Auch Kinder und Jugendliche leiden unter den Zuständen. Hier einige Fragen und Antworten zu ihrer Lage.

Wie sieht der Alltag für Kinder in Afghanistan aus?

Afghanistan zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Viele Leute haben zu wenig zu essen. Es gibt nur wenige Krankenhäuser dort. Die meisten Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Alltag geht es also meist um Dinge, die für uns selbstverständlich sind: essen, trinken, gesund bleiben.

Was hat sich an dieser Situation verändert?

In den vergangenen 20 Jahren waren viele ausländische Soldaten im Land im Einsatz und Hilfsorganisationen. Sie versuchten, die Lage zu verbessern. Schulen wurden unterstützt und Krankenhäuser, auch Brunnen wurden gebaut. Weil die Soldaten Afghanistan verlassen, konnten nun die Taliban die Macht übernehmen. Fachleute fürchten: Vielen Afghanen könnte es deshalb in Zukunft schlechter gehen.

Gehen Jungen und Mädchen regelmäßig in die Schule?

Fast die Hälfte der Kinder geht nicht zur Schule. Viele Jungen arbeiten stattdessen als Gehilfen oder betteln, um die Eltern zu unterstützen. In den vergangenen Jahren besuchten zwar mehr Kinder die Schule. Doch unter der Herrschaft der Taliban könnte sich das wieder ändern. Das gilt vor allem für Mädchen. Denn die religiösen Ansichten der Taliban sind sehr streng. Frauen haben dabei viel weniger Rechte als Männer.

Warum wollen so viele Familien fliehen?

Es ist ungewiss, wie der Alltag unter der Führung der Taliban aussehen wird. Frauen befürchten, nicht arbeiten zu dürfen und zu Hause bleiben zu müssen. Mädchen befürchten, nichts lernen zu dürfen. Wer mit Gegnern der Taliban zusammengearbeitet hat, befürchtet nun Strafe und Gewalt. Darum wollen viele Menschen das Land verlassen.

dpa.

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