Schule auf, Schule zu

14. Januar 2021

Immer dieses Hin und Her. Minou ist genervt. Erst sollte ihr Unterricht im neuen Jahr im Internet weitergehen. Dann hieß es: Sie und die anderen Schulkinder in Berlin sollen in die Schulen kommen. Und nun sitzen doch erstmal alle zu Hause herum.

Doch da ist es mit dem Unterricht nicht so leicht. «Man muss eigenständig Aufgaben machen und dann sind die Lehrer nicht da, um was zu fragen», sagt sie. Außerdem gebe es immer wieder Probleme mit der Internetverbindung. «Dann kann man keine Aufgaben abschicken und an Material drankommen.»

Na klar, gemeinsam lernen im Klassenzimmer geht meist leichter und besser als alleine vor einem Bildschirm. Nur ist die Sorge zu groß, dass sich Kinder in der Schule mit dem Coronavirus anstecken. Und dass sie es dann in ihre Familien weitertragen.

Wie ansteckend und wie gefährdet Kinder und Jugendliche überhaupt sind, würden Forscher gern genauer wissen. An der Uni-Klinik in der Stadt Bochum zum Beispiel hat man schon erste Untersuchungen gemacht. Dort heißt es: Die Anzahl der Kinder, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sei etwa ähnlich wie die Anzahl der angesteckten Erwachsenen. Bei den Grundschulkindern allerdings seien die Zahlen niedriger.

Zwar sei das Virus für Kinder längst nicht so gefährlich wie für ältere Leute, sagte eine Expertin. Doch wie ansteckend Kinder und Jugendliche sind, wisse man noch nicht genau. Bis das jedoch nicht geklärt ist, wird es schwierig mit dem gemeinsamen Unterricht in den Schulklassen. Darum müssen Schulen weiterhin ihre Klassen in kleinere Gruppen aufteilen oder ganz schließen. Und so muss sich auch Minou noch etwas länger mit den Problemen beim Unterricht über das Internet herumärgern.

dpa.

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