Saures Papier

21. September 2021

Wusstest du, dass manch altes Papier Säure enthält und deshalb nach einer Weile einfach zerfällt? Das hat mit einer bestimmten Art der Herstellung zu tun. Die entstand vor mehr als 170 Jahren. Statt etwa Fasern aus Baumwolle wurden zum Beispiel mehr Holzfasern benutzt und ein bestimmter Klebstoff. Der Vorteil: So ließ sich Papier schneller herstellen. Der Nachteil: Nach Jahren wird es braun und kann zerbröseln.

Das gilt auch für Dokumente, die Wichtiges über früher erzählen: zum Beispiel, was bei der Polizei passierte oder in einem Krankenhaus.

Fachleute nutzen deshalb jetzt spezielle Techniken, um wichtige Papiere zu retten. Eine nennt sich Entsäuerung. Dafür werden Akten und Bücher zum Beispiel in Körbe gelegt und in eine Art Bad geschickt. Eine besondere Flüssigkeit holt die Säure aus dem Papier. Danach wird die Flüssigkeit dem Papier wieder entzogen, so dass es trocknet. Der Zerfall ist damit gestoppt. Gerade werden so im Bundesland Sachsen-Anhalt viele wertvolle Papiere gerettet.

dpa.

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