Radfahren in anderen Ländern

13. November 2020

Holprige und enge Radwege, unübersichtliche Kreuzungen: Darüber ärgern sich Radfahrer in vielen deutschen Städten. Fachleute überlegen deshalb schon länger, wie man das Radfahren in Städten erleichtern könnte. Doch wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? Darum ging es bei einem Termin am Freitag.

NIEDERLANDE: Wenn Autofahrer beim Abbiegen unvorsichtig sind, kann es bei Kreuzungen für Radfahrer leicht gefährlich werden. «Kreuzungen sind Hotspots für Unfälle in Deutschland», sagt auch eine Expertin. In den Niederlanden hat man sich deshalb möglichst sichere Kreuzungen überlegt: Dort ist zum Beispiel der Ampel-Bereich, wo die Radfahrer auf Grün warten, gut von der Straße abgetrennt. Oder die Straße ist so gebaut, dass Autos beim Abbiegen nur langsam fahren können.

GROSSBRITANNIEN: Die Niederlande ist für viele ein Radfahrer-Vorbild, auch in Teilen der britischen Hauptstadt London. Hier gibt es mittlerweile etwa viel mehr Radständer, extra Fahrrad-Parkhäuser und geschützte Radwege.

FRANKREICH: In der französischen Hauptstadt Paris sind viele Autos unterwegs. Das Fahrrad spielte hier lange keine Rolle. Mittlerweile gibt es aber auch in Paris immer mehr Platz für Radfahrer. Entweder werden dafür Radwege neu angelegt oder Straßen zu Radwegen umgebaut.

SPANIEN: In manchen Vierteln der spanischen Stadt Barcelona gibt es super viele Regeln für Autos. Man darf etwa nur noch ganz langsam fahren oder nur in eine Richtung. Der Sinn dahinter: Wer hier wohnt oder etwas abliefern muss, soll zwar mit dem Auto kommen können. Allen anderen wird das Autofahren hier aber wahrscheinlich schnell zu nervig. So bleibt mehr Raum fürs Radfahren und Spazierengehen.

KOLUMBIEN: Seit vielen Jahren heißt es in der Stadt Bogotá in Südamerika jeden Sonntag: Bitte keine Autos! Zumindest bestimmte Straßen in der Hauptstadt Kolumbiens sind dann nur noch für Fußgänger und Radfahrer da.

dpa.

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