Probleme mit den Corona-Tieren

01. Juli 2021

Am Anfang war die Freude groß über das kuschelige Häschen, die verspielte Katze oder den tapsigen Hund. In der Corona-Zeit haben sich eine Menge Leute ein Tier nach Hause geholt. Tierschützer bemerken jetzt allerdings Probleme mit diesem Trend. Dazu beantworten wir einige Fragen.

Was hat sich in der Corona-Zeit verändert?

Fachleute schätzen, dass im vergangenen Jahr eine Million Haustiere zusätzlich angeschafft wurden! Das sind dann Hunde, Katzen, Vögel und etwa Kaninchen. Viele Leute hätten sich wohl ein Haustier als Ausgleich angeschafft, meint Beate Kaminski vom Tierheim Berlin. Denn in der Corona-Zeit konnte man kaum etwas unternehmen. Das Problem: Manche Leute hätten sich vorher nicht genug informiert. Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund sagt: «Sie haben mehr darauf geachtet, dass das Tier süß aussieht statt darauf, dass es wirklich passt.» Nun wollten manche es einfach loswerden.

Werden denn jetzt mehr Tiere ins Tierheim gebracht?

«Bei den Hundewelpen merken wir es sehr», sagt Frau Kaminski. Manche würden ausgesetzt, andere von Behörden gebracht. Aber auch das Kleintierhaus für Kaninchen sei voll. Einige Tierheime könnten schon keine neuen Tiere mehr aufnehmen, berichtet auch der Tierschutzbund.

Was kann man bei Problemen mit dem neuen Haustier machen?

Wichtig sei es, sich klar zu machen: «Ein Tier ist kein Gegenstand, sondern ein Lebewesen», sagt Frau Kaminski. Dafür müsse man sich Zeit nehmen und dran gewöhnen. Außerdem sei es gut, sich Hilfe zu suchen. Bei Hunden sei zum Beispiel eine Hundeschule sinnvoll, damit das Zusammenleben klappt. Auch für die Unterbringung etwa in den Ferien hat sie Tipps: Häufig könne man jemanden in der Nachbarschaft finden. Zudem gibt es Gruppen in den sozialen Medien, etwa speziell zu Hunden oder Hasen. Die können auch oft weiterhelfen. «Auch die Tierheime beraten gerne», sagt Frau Pommerening.

dpa.

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