Nicht sofort alle Kinder impfen

27. Mai 2021

Die Impfung hilft. Weniger Leute stecken sich an, weniger Leute werden krank. Um das Coronavirus weiter zu bekämpfen, sollen inzwischen nicht nur Erwachsene geimpft werden. Auch Kinder ab 12 Jahren bekommen bereits den Piks in den Arm, etwa in den Ländern USA und Kanada. In Deutschland sind es Jugendliche ab 16 Jahren. Bis jetzt.

Politiker wünschen sich, dass Kinder ab 12 Jahren auch hier geimpft werden können. Schon vor Beginn der Sommerferien solle das möglich sein, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn gerade. So könnten auch junge Leute bald wieder im Verein Sport machen oder ins Schwimmbad gehen. Auch in den Schulen könnten wieder mehr Schulkinder in die Klassenzimmer.

Viele Mediziner finden die Idee nicht so gut. Die Ständige Impfkommission berät über die Zulassung von Impfstoffen. Sie etwa hat bisher noch nicht empfohlen, Kinder zu impfen. Auch der Arzt Jakob Maske erklärt: «Wir wissen zwar, dass der Impfstoff gut wirkt. Aber wir wissen noch nicht, wie häufig Nebenwirkungen auftreten können.» Dazu müsse man noch mehr darüber herausfinden, wie der Impfstoff bei Kindern wirkt. Demnächst könnte es dazu Infos aus den USA und Kanada geben, wo Kinder ja schon geimpft werden.

Jetzt schnell zu impfen sei dagegen aus medizinischer Sicht gewagt, sagt Jakob Maske. Zumal Kinder sowieso nur sehr selten schwer am Virus erkranken.

In vielen Familien überlegt man sich dennoch schon mal: Impfen oder nicht impfen? Die Politiker wollen es zunächst überhaupt möglich machen, dass alle selbst entscheiden können. Jakob Maske sagt dazu: «Die Kinder haben so viel für die Erwachsenen getan. Nun könnte man doch Kinder und Jugendliche schützen, indem sich einfach alle Erwachsenen impfen lassen.»

dpa.

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