Nerven behalten auch beim Pausenbrot!

20. Dezember 2020

Es klappt noch! Es klappt nicht mehr! Beide Meinungen hört man gerade in der Politik oft. Gemeint sind Verhandlungen zwischen dem Land Großbritannien mit seiner Hauptstadt London und der Europäischen Union, kurz EU. Das ist ein Bündnis von 27 Staaten, dem Großbritannien lange angehörte.

Diese Verhandlungen sollen regeln, wie künftig Handel zwischen beiden Seiten betrieben wird, also Waren ausgetauscht werden. Das ist im Alltag sehr wichtig für viele Menschen. Allerdings ist die Zeit für eine Einigung extrem knapp. Bis 1. Januar muss ein neuer Vertrag fertig sein.

Klappt das nicht mehr, werden das zum Beispiel Lastwagenfahrer an ihrem Pausenbrot merken. Klingt schräg, oder? Doch ohne neuen Handelsvertrag ist es ab 1. Januar verboten, Fleisch oder Milchprodukte von Großbritannien etwa nach Deutschland zu bringen. Das gilt auch für das Sandwich mit Käse und Schinken, das sich der Fahrer für unterwegs mitnimmt!

Es geht aber um viel mehr als Pausenbrote. Ohne Einigung werden Fabriken vielleicht keine Teile bekommen, um etwa Autos fertig zu bauen oder diese Teile werden sehr viel teurer. Auch Reisen zwischen Großbritannien und der EU würden komplizierter. Das alles könnte beide Seiten viel Geld kosten.

Entstanden ist das Problem, weil die Mehrheit der Menschen in Großbritannien bei einer Abstimmung vor einigen Jahren entschieden hatte: Wir wollen nicht mehr mitmachen in der Europäischen Union. Diese lange und enge Verbindung aufzulösen, ist allerdings sehr schwierig.

Auch in den Tagen vor Weihnachten verhandelten Politiker beider Seiten noch, ob sie sich auf neue Regeln einigen können. Die einen meinen, beide bleiben bei ihrer Meinung. Andere denken, es könnte in letzter Minute noch klappen.

dpa.

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