Manche Polizei-Kontrollen sind unfair

06. Juli 2020

Die Polizei ist dein Freund und Helfer, sagt man. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, Verbrecher aufzuspüren und festzunehmen. Ab und an kontrollieren Polizisten deswegen Menschen. Sie überprüfen zum Beispiel ihre Ausweise und checken, ob sie etwas Verbotenes vorhaben.

Über solche Kontrollen gibt es aber gerade Streit. Immer wieder ist dabei die Rede von «Racial Profiling» (gesprochen: Räischel Profailing). Aber was ist das eigentlich?

Es bedeutet, dass Polizisten jemanden nur wegen seines Aussehens kontrollieren, also etwa wegen seiner Hautfarbe oder seiner Haarfarbe. Und nicht, weil er sich zum Beispiel verdächtig verhält. Ein Polizei-Experte erklärt: «Das Merkmal ist meistens die Hautfarbe, die Herkunft oder die Religion - sofern diese sichtbar ist.»

Viele schwarze Menschen zum Beispiel berichten, sie würden häufiger als andere von der Polizei kontrolliert, und zwar einfach so. Auch europäische Fachleute glauben, dass Polizisten in Deutschland manchmal nur wegen solcher Merkmale kontrollieren. Das ist aber verboten. Denn alle Menschen sollten gleich behandelt werden.

Die Fachleute haben Deutschland empfohlen, Polizei-Kontrollen zu untersuchen. Der zuständige Minister in der deutschen Regierung will das aber nicht. Auch er sagt zwar, solche Kontrollen seien nicht erlaubt. Sie kämen aber nur in Ausnahmen vor und müssten deshalb erst mal nicht untersucht werden.

Andere Politiker und Experten finden: Nur mit so einer Untersuchung könne man feststellen, wie oft unfaire Kontrollen vorkommen. Erst dann wisse man, ob und wie man dagegen vorgehen kann.

dpa.

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