Lange ein Engerling, kurz ein Käfer

20. Mai 2021

Hast du dieses Jahr schon einen Maikäfer entdeckt? Der Name verrät es schon: Man sieht diese Käfer meist im Monat Mai. Jetzt ist also eine gute Zeit, um nach ihnen Ausschau zu halten. Auch im Juni schwirren sie manchmal noch umher, vor allem an warmen Abenden. Dabei wirken die Tiere eher schwerfällig, denn Maikäfer sind nicht die besten Flieger.

Maikäfer fliegen eigentlich auch nur, wenn es sein muss. Zum Beispiel, wenn sie zur nächsten Futterstelle kommen wollen. Das ist nämlich ihre Lieblingsbeschäftigung: Fressen. Sie haben großen Appetit, zum Beispiel auf das Laub von Eichen und Buchen.

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Maikäfer allerdings gar nicht als Käfer. Nachdem sie als Larven aus ihren Eiern schlüpfen, leben sie etwa vier Jahre unter der Erde! Die dicken, weißen Maikäfer-Larven werden Engerlinge genannt. Sie fressen die Wurzeln verschiedener Pflanzen. Dabei können sie auch richtig Schaden anrichten.

Nach etwa drei Jahren verwandeln sich die Engerlinge in Käfer. Sie überwintern dann noch einmal unter der Erde. Ab Ende April kriechen sie heraus, um sich zu paaren.

Wenn du einen Maikäfer aus der Nähe betrachten kannst, guck dir seine Fühler an. Die Enden sehen aus wie Fächer. Männliche Maikäfer können damit supergut riechen. Das hat die Natur sehr praktisch angelegt. Denn die Weibchen wollen die Männchen mit speziellen Düften anlocken, wenn sie sich paaren wollen. So finden die Männchen zu ihnen.

Ein paar Wochen nach der Paarung und nachdem das Weibchen seine Eier abgelegt hat, sterben die Maikäfer auch schon. Im Vergleich zu der Zeit als Engerling, ist ihr Käferleben also eher kurz.

dpa.

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