Kenan ist ein echter Held

29. Mai 2019

Der zehn Jahre alte Kenan besitzt eine Super-Helden-Urkunde. Bekommen hat er sie von der Polizei der Stadt Nürnberg. Denn dort hat Kenan eine Helden-Tat vollbracht: Er rettete seine kleine Schwester aus einem brennenden Auto.

Es ist ungefähr zwei Monate her, als Kenan und seine damals zwei Jahre alte Schwester Hira alleine im Auto warteten. Ihre Mutter war kurz im Kindergarten. Plötzlich sah Kenan Rauch. «Da dachte ich: Was ist hier los, warum brennt auf einmal das Auto?», erzählt er.

Kenan stieg schnell aus und öffnete die Tür hinten, um seine Schwester rauszuholen. Hira saß in einem Kindersitz, den man nur mit sehr viel Kraft öffnen kann. «Der wollte nicht aufgehen. Normalerweise machen das meine Eltern. Man muss den mit beiden Daumen gleichzeitig drücken. Plötzlich sprang er dann doch auf», sagt er.

Als der Verschluss offen war, half er seiner Schwester aus dem Auto. Schnell eilten sie weg, als das Feuer sich ausbreitete. Das ganze Auto brannte aus. Weil Kenan so schnell reagierte, wurde bei dem Feuer niemand verletzt.

Kenans Eltern sind sehr stolz auf ihren Sohn. «Wir merken, dass wir einen sehr guten Jungen haben», sagt der Vater. Auch die Mitschüler von Kenan gratulierten ihm. «Die sagten: Klasse, hast du toll gemacht», erzählt er.

Auch ein sehr wichtiger Politiker hat sich für die Heldentat bedankt. Am Mittwoch schüttelte der Regierungschef von Bayern die Hand von Kenan. Dann gab er ihm die bayerische Rettungsmedaille.

Würde Kenan bei einem ähnlichen Feuer wieder so handeln? «Ja, jederzeit», sagt er. Sein Mut könnte ihm später auch einmal im Beruf helfen. Denn Kenan möchte Polizist werden, am liebsten in einer Spezialeinheit. Wie Polizisten arbeiten, weiß er schon ein bisschen: Als Dank für seine tolle Tat durfte er bei einem Einsatz der Hundestaffel dabei sein.

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