Jeden Morgen frische Sommersprossen

10. April 2019

Jeden Morgen setzt sich Alfons in eine Kiste und rattert damit die Treppen im Haus nach unten. Autsch, das sieht schmerzhaft aus! Alfons aber sagt: Das ist sein Astronauten-Training. Denn er will unbedingt in den Weltraum fliegen. Blöd nur, dass er tollpatschig ist. Und dass seine Ideen beim Vater und den Lehrern nicht immer gut ankommen.

Alfons ist die Hauptfigur im neuen Kinofilm «Alfons Zitterbacke - Das Chaos ist zurück». Gespielt wird der Junge von dem 13-jährigen Tilman. Über die Treppenszene verrät er: Beim Dreh rutschte er nicht alle Stufen hinunter, sondern nur die letzten. Weh tat das nicht. «Das wurde alles total ausgepolstert, die ganze Kiste war voller Kissen.».

Auch sonst nutzten die Filmemacher einige Tricks. Einmal sieht es so aus, als würde Alfons mit dem Astronauten Alexander Gerst per Video sprechen. «Da, wo er auftaucht, hatten wir einen Green Screen, also so eine grüne Matte», erzählt Tilman. «Dort konnte man ihn später einfügen.» Das Video von Alexander Gerst ist aber echt. «Er hat uns wirklich aus der ISS Aufnahmen geschickt!»

Beim Dreh war Alexander Gerst also nicht dabei. Es war aber für Tilman kein Problem, so zu tun als ob er mit ihm spricht. «Da muss man sich dann etwas vorstellen, was einen total glücklich macht, was einen erstaunt.» Das All findet Tilman selbst auch spannend. Ein Traum wie für Alfons sei das Leben als Astronaut für ihn aber nicht: «Ich würde nie so lange durchhalten und so einen weiten Weg gehen wie Alfons.»

Durchhalten kann der 13-Jährige trotzdem gut. «Beim Filmdrehen muss man manchmal ganz schön viel warten», erzählt er. Zum Beispiel, wenn ihm jeden Morgen die Sommersprossen neu ins Gesicht gemalt wurden. Oder wenn andere gerade beim Dreh dran sind. Langweilig ist das aber nicht, findet Tilman. «Es gibt immer Kinderbetreuer, die haben immer lustige Spiele», erzählt er. «Oder man stellt sich noch mal auf die Szene ein, konzentriert sich neu und überlegt: Wie könnte man das noch machen? Da gibt es eigentlich immer genug zu tun.»

Von Doreen Garud, dpa

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