In der Klimakrise den Kindern zuhören

20. August 2021

Flüsse überschwemmen Wohngebiete, Wirbelstürme richten Zerstörung an, Hitzewellen lassen Pflanzen verdorren. Solche Umwelt-Katastrophen haben auch mit dem menschengemachten Klimawandel zu tun, sagen Fachleute. Auch sehr viele Kinder leiden darunter.

Das Kinderhilfswerk Unicef veröffentlichte am Freitag einen Bericht dazu. Es hat untersucht, in welchen Ländern wie viele Kinder und Jugendliche durch die Erwärmung der Erde bedroht sind. Das Ergebnis: fast jedes Kind auf der Welt!

Die Gefahren seien jedoch unterschiedlich stark. Kinder in Deutschland etwa sind viel weniger stark vom Klimawandel bedroht als in vielen anderen Staaten. In 33 Ländern dagegen gelten junge Menschen als extrem stark gefährdet. Darunter sind viele afrikanische Staaten und zum Beispiel Indien, Haiti und die Philippinen. In diesen Ländern leben zudem besonders viele Kinder.

Im Alltag sehen die Probleme dann zum Beispiel so aus: dreckige Luft, nicht genug Trinkwasser und Krankheiten, die sich durch die Veränderung des Klimas verbreiten. Hinzu kommen plötzliche Gefahren wie etwa Stürme und Hochwasser.

«Der Klimawandel ist zutiefst ungerecht», sagte Henrietta Fore von Unicef. Kinder seien nicht für den Klimawandel verantwortlich, müssen aber mit den Folgen leben. Auch die Klimaschützerin Greta Thunberg äußerte sich zu dem Bericht. «Wir sind aber nicht nur Opfer, wir führen auch den Kampf gegen die Krise an», sagte sie. Doch ohne die Hilfe der Erwachsenen ginge es nicht.

Auch Unicef fordert dazu auf, Kindern zuzuhören und sie einzubeziehen. Außerdem solle für den Schutz von Kindern auf der Welt mehr Geld ausgeben werden. Dabei geht es zum Beispiel um Geld für Bildung und sauberes Wasser. Gerade in den Ländern, in denen Kinder stark vom Klimawandel bedroht sind, fehle es daran.

dpa.

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