Hier Ampel-Männchen, dort Ampel-Kasperl

28. April 2019

Bei Rot musst du stehen, bei Grün darfst du gehen. Diese Ampel-Regel kennt jeder und jede. Wo Fußgänger-Ampeln stehen, machen Ampel-Männchen diesen Spruch deutlich: Auf den Ampeln sind rote stehende und grüne gehende Figuren zu sehen. Diese sehen aber nicht überall gleich aus!

Im Westen von Deutschland etwa ähnelt der Ampelmann meist einem Strichmännchen. Kopf, Körper, Arme, Beine - fertig. Im Osten von Deutschland hingegen trägt er gerne einen Hut. Manchmal trifft man auch auf Ampelfrauen oder Ampelkinder. Und an einigen Plätzen stehen sogar ganze besondere Ampelfiguren.

Zum Beispiel in der Stadt Augsburg. Dort leuchtet der Kasperl aus der Augsburger Puppenkiste in der Nähe des Theaters auf. Der Kasperl ist eine der ältesten Figuren des Puppentheaters. Auch die Stadt Mainz hat eine ihrer bekannten Figuren in einige Ampeln gehoben: Det, den Chef der ZDF-Mainzelmännchen.

Immer mehr Städte finden die Idee toll. In Duisburg sehen Fußgänger nun einen Bergmann mit Helm auf dem Kopf und Laterne in der Hand. Und in der Stadt Plauen weisen «Vater und Sohn»-Figuren den Weg. Nun will auch die ostfriesische Stadt Emden etwas typisches auf der Ampel, nämlich einen Ottifanten des Komikers Otto.

Doch solche Sonder-Ampeln sind schwierig zu bekommen. Normalerweise sei ein Kasperl nicht zulässig, sagt etwa ein Experte aus Augsburg. Die Stadt brauchte eine Ausnahmegenehmigung.

Der Verkehrs-Experte Derk Ehlert erklärt: «Ein Ampelmännchen muss für jeden verständlich und deutlich zu erkennen sein. Auch für Leute, die nicht so gut sehen können.» Aus diesem Grund eignet sich nicht jede Figur als Ampelsignal. Denn niemand soll durch die Zeichen verwirrt werden.

Einige Ideen für lustige Ampeln wurden schon abgelehnt. In der Stadt Stuttgart zum Beispiel waren die Zeichentrick-Figuren «Äffle und Pferdle» als Ampelmännchen geplant. Doch die Beamten erklärten: Das geht nicht. Denn ein Affe und ein Pferd sehen nicht wie Menschen aus, also erkennt man auch nicht, ob sie stehen oder gehen. Trotzdem hoffen viele Bürger in Emden, dass ihnen bald ein Ottifant den Weg weisen darf.

dpa.

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