Grüße für Oma, Opa und das Internet

09. Juli 2019

«Bitte lächeln!» Klick! Und schon haben deine Eltern mit ihrem Handy ein Foto von dir gemacht. Zwei Klicks später haben sie es Oma, Opa und anderen Verwandten geschickt.

Vielleicht stellen sie es aber auch noch für Freunde in die sozialen Netzwerke im Internet. Dann können noch viel mehr Leute sehen, wie du am Strand sitzt oder ein Eis schleckst.

Sicher meinen es Eltern nur gut, wenn sie Fotos von ihren Kindern ins Netz stellen. «Sie sind super stolz auf ihren Nachwuchs und möchten vielen Leuten zeigen, wie glücklich sie sind», sagt die Kinderrechte-Expertin Luise Meergans.

Doch die Fachfrau glaubt, dass Eltern ihren Kindern durch solche Fotos Probleme bereiten können - ohne das zu wollen. Sie sagt: «Was einmal im Internet ist, bleibt da auch.» Damit meint die Expertin: Leute könnten die Fotos von dir auch in vielen Jahren noch finden. Dann ist es dir vielleicht peinlich, wenn jemand Kinderfotos von dir sieht.

Deshalb sagt die Fachfrau, dass Eltern am besten nur Bilder veröffentlichen sollten, auf denen man ihre Kinder nicht erkennt. Außerdem sollten Eltern ihre Kinder fragen, ob sie damit einverstanden sind, dass sie Bilder von ihnen ins Internet stellen.

«Kinder haben auch Rechte», sagt Luise Meergans. Zum Beispiel das Recht, selbst zu bestimmen, welche Fotos von ihnen in der Öffentlichkeit landen. Deshalb rät sie Kindern, bei den Eltern nachzufragen, was sie mit ihren Fotos vorhaben.

dpa.

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