Für den Notfall vorsorgen

06. September 2022

Wenn wir auf den Lichtschalter drücken, geht das Licht an. Da können wir uns ziemlich sicher sein. Doch gilt die Sicherheit auch für den kommenden Winter? Das haben Fachleute ausgerechnet. Was sie herausgefunden haben und was sich dadurch jetzt ändern könnte, erfährst du hier. 

Warum könnte der kommende Winter anders sein als bisherige Winter?

Manche Menschen befürchten, dass es in diesem Winter zeitweise zu wenig Strom geben könnte. Das liegt unter anderem daran, dass wir einen Teil des Stroms aus Erdgas herstellen. Erdgas ist aber gerade knapp. Das wiederum hat mit Russland zu tun. Weil Deutschland und Russland beim Ukrainekrieg auf unterschiedlichen Seiten stehen, liefert Russland nur noch unregelmäßig Erdgas nach Deutschland. Das könnten wir besonders im Winter zu spüren bekommen. Denn in der dunklen Jahreszeit verbrauchen wir mehr Strom, etwa für Licht. 

Was sollten die Fachleute herausfinden? 

Es gibt weitere Probleme, die die Stromversorgung schwierig machen. Das wenige Wasser in den Flüssen etwa hat dazu geführt, dass Kohlekraftwerke von Schiffen nicht so beliefert werden wie gewohnt. Kommt dort weniger Kohle an, können die Kraftwerke nicht so viel Strom herstellen. Strom-Fachleute haben nun ausgerechnet: Was passiert, wenn alle Befürchtungen und Probleme zusammen auftreten? Wie gut ist die Stromversorgung dann noch?

Was ist das Ergebnis?

Die Fachleute sagen: Es sei sehr unwahrscheinlich, dass es zu einer Krise kommt. Eine Krise wäre es etwa, wenn es stundenweise keinen Strom mehr geben würde. Ganz ausschließen können sie eine Krise aber auch nicht.

Was bedeutet das jetzt?

Damit es keine Krise gibt, will Deutschland vorsorgen. Zwei der letzten drei Atomkraftwerke sollen bis April kommenden Jahres bereitstehen und im Notfall Strom erzeugen. Diese Entscheidung hat für viel Wirbel gesorgt. Denn eigentlich ist beschlossen, dass alle Atomkraftwerke bei uns zum Jahresende abgeschaltet werden. Manche Leute sagen nun: Atomkraftwerke sollten etwa wegen ihres gefährlichen Abfalls nicht noch länger laufen dürfen. Andere sagen, die Entscheidung sei richtig. Und wieder andere wünschen sich, dass die Atomkraftwerke direkt weiterlaufen und nicht nur bei einer Krise.

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dpa.

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