Für den Klimaschutz zurück auf die Straße

25. September 2020

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin zeigen Kreuzchen auf dem Boden an, wo die Leute demonstrieren dürfen. Mit genügend Abstand voneinander sitzen sie auf dem Boden oder auf mitgebrachten Kissen und Stühlen. Viele halten Spruchbänder und Plakate hoch.

Am Freitag sind in vielen Städten wieder Menschen auf die Straße gegangen. Bei einem internationalen Protest-Tag forderten sie die Politiker auf, mehr im Kampf gegen die Klimakrise zu tun.

Denn auch, wenn es endlich geregnet hat: Der Sommer in Deutschland war wieder viel zu trocken. Gerade berichteten Forscher: Dieses Jahrzehnt sei rund 1,9 Grad wärmer als vor etwa 100 Jahren noch. Für Wissenschaftler ist das ein Zeichen für den Klimawandel.

Zum ersten Mal seit Monaten hatte die Bewegung «Fridays For Future» zu Demos und anderen Aktionen aufgerufen. Die Umweltschützer hatten sich Regeln überlegt, wie man in Corona-Zeiten sicher protestieren kann. So demonstrierten die Leute mit Masken und achteten auf genügend Abstand zueinander. Neben dem Sitzstreik vor dem Brandenburger Tor protestierten manche Menschen auch auf Fahrrädern. Andere liefen in kleineren Gruppen durch die Straßen.

Aber sind solche Proteste während der Corona-Krise eine gute Idee? «Die Regierung lässt uns keine andere Wahl», sagte Luisa Neubauer von Fridays For Future. Die Politiker kümmerten sich nicht genug um eine sichere Zukunft für ihre Generation, findet sie. «Wir streiken mit Abstand und Maske.»

450 Aktionen waren am Freitag in Deutschland angemeldet. Weltweit soll es an die 3000 gegeben haben. Menschen demonstrierten auf der Straße, trafen sich auf Plätzen oder machten von zu Hause aus mit. Dazu stellten sie etwa Fotos von sich mit Schildern oder Spruchbändern ins Internet.

dpa.

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