Flugzeug zum Landen gezwungen

24. Mai 2021

Es klingt beinahe wie ein Action-Film. Doch diese Geschichte ist tatsächlich passiert. Es geht um ein Flugzeug, einen Bombenalarm und eine erzwungene Notlandung. Der Ärger in ganz Europa ist groß.

Aber von Anfang an: Am Sonntag startet in dem Land Griechenland ein Passagier-Flugzeug. Es fliegt Richtung Litauen im Nordosten von Europa. Auf dem Weg dorthin überfliegt es das Land Belarus. Das war in letzter Zeit oft in den Nachrichten. Regelmäßig protestieren dort Tausende Menschen gegen Präsident Alexander Lukaschenko. Denn der soll seine Wahl gefälscht haben.

Die Piloten des Flugzeuges werden gezwungen, ihre Route zu verlassen. Dafür steigt sogar ein anderes Kampf-Flugzeug auf. Die Piloten müssen in Belarus landen! Die Begründung: Es gebe eine Bombe an Bord. Doch das stellt sich hinterher als Fehlalarm heraus.

Auf dem Flughafen müssen alle Passagiere aussteigen. Es sei wie ein Horrorfilm gewesen, berichtete einer von ihnen später. Denn so eine Notlandung kann große Angst machen. Viele Regierungen in Europa meinen: Der Präsident von Belarus habe die Gefahr vorgetäuscht. Tatsächlich sei es ihm um einen bestimmten Passagier gegangen.

Dieser Passagier heißt Roman Protassewitsch. Im Internet schreibt er Berichte gegen den Präsidenten. Weil das in seiner Heimat für ihn zu gefährlich wurde, hat er Belarus vor einiger Zeit verlassen. Roman Protassewitsch habe wohl gleich geahnt, dass es um ihn gehe, berichtete ein Reisender später: «Er legte die Hände über den Kopf, als wüsste er, dass etwas Schlimmes passieren würde.»

Tatsächlich ist der Gegner von Präsident Alexander Lukaschenko jetzt verschwunden, vielleicht in einem Gefängnis in Belarus. Mehrere Länder forderten bereits, ihn sofort freizulassen. Außerdem wollten die Länder am Abend beraten, wie sie Präsident Alexander Lukaschenko und seine Mitarbeiter für die gefährliche Aktion bestrafen können.

dpa.

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