Fachleute fordern: Runter mit der Steuer

21. April 2022

„Meine Güte, ist das teuer!“ Vielleicht hast du das in letzter Zeit gehört, wenn du mit im Supermarkt warst. Denn viele Lebensmittel kosten im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr.

Für die gestiegenen Preise gibt es verschiedenen Gründe. Werden zum Beispiel in einem Jahr weniger Kartoffeln geerntet, dann ist das Angebot an Kartoffeln geringer. Dann können die Hersteller die Preise für Kartoffeln erhöhen. 

Es kann auch sein, dass Kosten steigen, die mit Herstellung, Lagerung, Transport oder Verkauf der Lebensmittel zu tun haben. Wenn die Hersteller oder Verkäufer dafür mehr zahlen müssen, geben sie diese Kosten häufig über die Preise für die Lebensmittel weiter. In letzter Zeit sind etwa Kosten für Energie und Dünger gestiegen.

Fachleute sagen: Die gestiegenen Preise machen vielen Menschen zu schaffen, besonders denen, die arm sind. Deswegen fordern sie: Der Staat muss dafür sorgen, dass bestimmte Lebensmittel günstiger werden. Aber wie könnte das gehen?

Immer, wenn man einkauft, geht ein Teil des Geldes, das man bezahlt, in die Kasse des Staates. Dieses Geld ist eine Steuer, sie heißt Mehrwertsteuer. Es gibt noch andere Arten von Steuern, also Abgaben der Bürger an den Staat.  Mit dem Geld, das der Staat damit einnimmt, bezahlt er viele Dinge, etwa den Bau von Straßen und Schulen. 

Die Mehrwertsteuer ist unterschiedlich hoch. Für Kleidung und Möbel etwa beträgt sie 19 Prozent. Kauft man Schuhe für 100 Euro, bekommt der Staat also 19 Euro. Bei Dingen, die man jeden Tag kauft oder die wichtig für die Bildung sind, ist die Steuer niedriger. Da beträgt sie nur 7 Prozent. Das gilt etwa für Lebensmittel, Bücher oder Bustickets. Kauft man also Lebensmittel für 100 Euro, bekommt der Staat nur 7 Euro ab.

Fachleute sagen nun: Weil die Preise gerade höher sind als sonst, könnte der Staat auf die Mehrwertsteuer für bestimmte Lebensmittel verzichten. Würden etwa Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte dadurch günstiger, wäre es für viele Menschen leichter, sich gesund zu ernähren.

© dpa-infocom, dpa:220421-99-989645/2

dpa.

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