Eine angeknackste Freundschaft wieder verbessern

09. November 2020

«Ich verspreche, ein Präsident zu sein, der danach strebt, nicht zu spalten, sondern zu einen.» Diesen Satz hat Joe Biden gesagt, kurz nachdem klar war: Er hat die Wahl in den Vereinigten Staaten von Amerika gewonnen. Der Politiker will also dafür sorgen, dass es weniger Stress und Streit im eigenen Land gibt.

Wichtig ist aber auch, wie es zwischen den USA und Deutschland weitergeht. Denn unter dem vorherigen Präsidenten Donald Trump hatte die Freundschaft zwischen beiden Ländern etwas gelitten. Politiker und Fachleute erwarten, dass man wieder freundlicher miteinander umgehen wird. Kanzlerin Angela Merkel etwa sagte am Montag über die Freundschaft: «Das ist ein gemeinsamer Schatz, wir sollten immer weiter an ihr arbeiten.» Um diese Themen geht es dabei vor allem:

UMWELT: Früh hat Joe Biden angekündigt, was er anders machen will als sein Vorgänger Donald Trump. Der war zum Beispiel aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen ausgetreten. Mit diesem Vertrag hatten sehr viele Länder vereinbart, die Erwärmung der Erde zu bekämpfen. Joe Biden will, dass die USA dabei schnell wieder mitmachen.

VERTEIDIGUNG: Zwar werden die USA und Deutschland wohl wieder netter miteinander reden. Unterschiedliche Ansichten haben sie aber trotzdem. «Die USA erwarten, dass Deutschland mehr Geld für Sicherheit und Verteidigung ausgibt», sagt die Expertin Lora Anne Viola. «Über dieses Thema streiten die beiden Länder schon seit vielen Jahren.»

WIRTSCHAFT: Für Deutschland sind die USA ein sehr wichtiger Handelspartner. Deutsche Firmen verkaufen dorthin viele Produkte wie etwa Autos. Doch die Vereinigten Staaten haben Zuhause einige Probleme und möchten mehr eigene Waren verkaufen. «Joe Biden wird sich vorwiegend darum bemühen, dass es der Wirtschaft in seinem Land wieder besser geht», sagt die Fachfrau Sophia Becker. Hier werde sich für Deutschland nicht besonders viel ändern. «Trotzdem schätzt Joe Biden Deutschland und ganz Europa als wichtigen Partner», erklärt Sophia Becker. «Er will das Vertrauen in die USA zurück gewinnen.»

dpa.

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