Ein umweltschädlicher Pilz

08. September 2020

Eine Pizza oder einen leckeren Eisbecher essen: Vielleicht saßt du in letzter Zeit auch mal auf der Terrasse eines Restaurants oder einer Eisdiele. Der Vorteil: An der frischen Luft steckt man sich nicht so schnell mit dem Coronavirus an wie drinnen. Man kann etwa leichter Abstand halten.

Das war für Restaurants, Cafés und Kneipen wichtig. Am Anfang der Krise waren sie geschlossen oder verkauften nur Essen zum Mitnehmen. Sie verdienten viel weniger Geld als sonst. Insgesamt waren es Milliarden von Euro weniger. Das berichteten Fachleute am Dienstag.

Doch was passiert in der kalten Jahreszeit, die jetzt kommt? Dann werden viele Leute nicht mehr draußen sitzen wollen. Die Betreiber fürchten: Auch in einem Restaurant wollen viele nicht essen, weil sie Angst haben sich anzustecken. Weil Restaurants dann wohl noch mehr Verluste machen würden, müssten viele vielleicht schließen.

Eine Lösung könnten Heizpilze sein, finden Vertreter der Restaurants. Das sind keine echten Pilze. Die Geräte sehen nur ein bisschen so aus wie Pilze. Sie strahlen Wärme aus. Menschen könnten also auch noch draußen sitzen, wenn es kälter ist.

Doch es gibt ein Problem an der Sache. «Heizpilze sind schlecht für die Umwelt», erklärt der Experte Jens Schuberth vom Umweltbundesamt. Deswegen sind sie an vielen Orten in Deutschland verboten. «Außenflächen zu beheizen, ist Energieverschwendung», sagt Jens Schuberth. Denn die Wärme um die Pilze verfliege sehr schnell.

Der Strom für die Heizpilze muss erzeugt werden und dabei entstehen oft klimaschädliche Gase. Manche Heizpilze stoßen dieses Gas sogar selbst aus, erklärt er. Eine umweltfreundliche Lösung sei eigentlich nur, sich warm mit Decken einzupacken.

Am Ende müssen die Städte und Gemeinden selbst entscheiden, ob sie die Heizpilze wieder erlauben wollen. Ein Politiker hat den Vorschlag gemacht, die Kosten für die Umwelt auszugleichen.

dpa.

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