Ein Tag für die Arbeit

01. Mai 2022

Soll man an diesem Tag besonders viel arbeiten? Das könnte man bei dem Namen für den 1. Mai denken. Er wird nämlich auch Tag der Arbeit genannt. Dabei ist der 1. Mai ein Feiertag. Und an Feiertagen müssen die meisten Leute bei uns nicht zur Arbeit oder in die Schule. In diesem Jahr fiel der 1. Mai aber auf einen Sonntag. Da haben ohnehin die meisten frei.

Aber warum wird der 1. Mai Tag denn nun Tag der Arbeit genannt? Das hat damit zu tun, dass an diesem Tag auf die Rechte von Menschen aufmerksam gemacht wird, die arbeiten. Gewerkschaften rufen für diesen Tag an vielen Orten auf der Erde zu Kundgebungen auf. Gewerkschaften versuchen, die Interessen von bestimmten arbeitenden Menschen zu vertreten. 

Auf diesen Kundgebungen halten Leute dann Reden. Dabei geht es zum Beispiel um Arbeitszeiten oder darum, dass Menschen für ihre Arbeit gerecht bezahlt werden. Zu diesen Veranstaltungen kommen oft viele Interessierte, um zuzuhören. Viele ziehen auch bei Demonstrationen mit Plakaten durch die Straßen. Auf den Schildern steht dann etwa, was sie von ihren Arbeitgebern fordern.

Wieso aber wurde ausgerechnet der 1. Mai zum Tag der Arbeit? Das hat mit Ereignissen in den Vereinigten Staaten von Amerika vor langer Zeit zu tun. Am 1. Mai 1886 begannen dort Zehntausende Arbeiter mit einem Streik. Das bedeutet: Sie arbeiteten aus Protest nicht. Sie wollten bei ihren Arbeitgebern durchsetzen, dass sie nur noch acht Stunden am Tag arbeiten müssen. In der Stadt Chicago kam es damals am Rand von Protesten sogar zu Gewalt. 

Zu Gewalt kommt es auch jetzt immer wieder am 1. Mai, etwa in der Stadt Berlin. Dann sind auch Gruppen unterwegs, die an dem Tag nicht nur protestieren, sondern zusätzlich randalieren wollen. Deshalb ist dort am 1. Mai auch immer viel Polizei im Einsatz. 

© dpa-infocom, dpa:220501-99-116814/2

dpa.

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