Ein Schulstart mit Maske, Klo-Ampel und Händewaschen

08. Mai 2020

Sieben Wochen war Jan wegen des Coronavirus nicht in der Schule. Nun konnte der Viertklässler zum ersten Mal wieder am Unterricht in seiner Klasse teilnehmen. Den dpa-Kindernachrichten hat er erzählt, was sich alles verändert hat und was er an seiner Zeit zu Hause vermissen wird.

Wie hast du dich am ersten Schultag nach der langen Pause gefühlt?

Jan: «Merkwürdig! Ich wusste ja schon auf dem Hinweg: Gleich werden wir alle Masken tragen und müssen den ganzen Tag Abstand halten. Das war ein komisches Gefühl.»

Müsst ihr die Maske immer tragen?

Jan: «Im Unterricht nicht. Aber wenn man aufsteht schon, zum Beispiel wenn man aufs Klo geht oder wenn man in den Gängen ist. Und beim Händewaschen mussten wir sie auch tragen. Das mussten wir alle nacheinander im Klassenzimmer machen. Man durfte erst zum Becken gehen, wenn derjenige vor einem sich wieder hingesetzt hatte.»

Was hat sich sonst noch in der Schule verändert?

Jan: «Es gibt keine Gruppentische mehr, sondern jeder sitzt alleine. Dazwischen ist genug Abstand. Auch das Treppenhaus hat sich verändert. Hochgehen soll man am Geländer, runtergehen an der Wand. Das kennzeichnen jetzt Pfeile. Und vor dem Klo steht eine Ampel, die unser Hausmeister gebaut hat. Man darf die Toiletten nicht gleichzeitig benutzen. Deswegen zeigt die Ampel an: frei oder besetzt.»

Wurde deine Klasse aufgeteilt?

Jan: «Ja, wir sind in Gruppen mit maximal zehn Kindern aufgeteilt. Ich kann zum Glück alle leiden und komme gut mit ihnen klar. Jetzt hatten wir erst mal am Donnerstag und am Freitag Schule. Ab nächster Woche dann wahrscheinlich an jedem vierten Tag. Das steht noch nicht ganz fest.»

Hast du dich eigentlich auf den Schulstart gefreut oder wärst du gerne noch länger zu Hause geblieben?

Jan: «Es hat Vorteile und Nachteile. Zu Hause kann man ausschlafen oder zumindest länger schlafen. Es ist weniger hektisch. Man kann ja nicht zu spät zur Schule kommen. Das war also schön. Aber ich hab mich auch darauf gefreut, mal wieder andere Gesichter zu sehen als die von meiner Familie.»

Interview: Rebecca Krizak, dpa

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