Die Tierwelt wird kleiner

10. September 2020

Egal ob Vögel, Fische oder Säugetiere: Viele Tiere werden immer seltener auf der Welt. «Wir verlieren die Vielfalt des Lebens auf der Erde», sagt eine Naturschutz-Expertin. Die Gründe dafür sind verschieden. Ein großes Problem ist, dass wir Menschen immer mehr Platz brauchen, etwa für Städte. Für Tiere bleibt so weniger Platz zum Leben.

Besonders schlecht geht es Tieren, die im Regenwald leben. So bezeichnet man Wälder, in denen das Klima normalerweise besonders feucht ist. Der Östliche Flachland-Gorilla in Afrika ist eines der Tiere, denen es schlecht geht. Das kam bei einer Studie heraus, die Fachleute am Donnerstag vorstellten.

Das Problem: Wald geht in vielen Ländern verloren. Das passiert natürlich nicht einfach so. Für das Verschwinden sind Menschen verantwortlich. Sie holzen zum Beispiel Regenwald ab, um dort Getreide anzubauen. Die Situation in Mooren ist sogar noch schlechter. «Vielen Tieren, wie Fröschen oder Bibern, wird das Zuhause genommen», sagt eine Expertin. Ein Grund sei, dass das Wasser aus den Mooren oft verwendet werde, um Äcker und Felder zu bewässern.

Vor allem viele Tierarten auf dem Kontinent Amerika gehen immer weiter zurück. Aber auch in Deutschland wird die Zahl bei manchen Tieren immer kleiner, etwa bei Rebhühnern. Das hat damit zu tun, dass Rebhühner kaum noch Futter finden. Normalerweise ernähren sie sich von Insekten. «In der Landwirtschaft werden aber immer mehr Mittel eingesetzt, um Insekten zu töten», sagt die Expertin. Bauern wollen so ihre Pflanzen schützen.

Experten warnen: Um Tiere besser zu schützen, müsse dringend etwas getan werden. Zum Beispiel, indem man sogenannte Naturschutz-Gebiete festlegt, die nicht zerstört werden dürfen. In Deutschland hat das beim Seeadler schon geholfen. Von seiner Art gibt es heute mehr Tiere als noch vor ein paar Jahren.

dpa.

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