Den Wald möglichst in Ruhe lassen

19. Dezember 2021

Einige Fichten sind abgestorben und stehen kahl herum. In der Nähe liegen umgestürzte Baumstämme kreuz und quer im Wald. Wo etwas Licht durchdringt, sprießen kleine Bäumchen. Im Stadtwald in Lübeck darf die Natur oft machen, was sie will. 

Das ist nicht selbstverständlich. Die meisten Wälder in Deutschland sind Forste. Dort kommen immer wieder Waldarbeiter und räumen auf. Sie entfernen zum Beispiel kranke und abgestorbene Bäume. Sie ernten die Bäume in der richtigen Größe für Holz. Und sie pflanzen die Sorte Bäume an, welche die Menschen dort haben wollen.

Zahlreiche Naturschützer finden: Es wäre besser, den Wald mehr sich selbst zu überlassen. In Lübeck im Bundesland Schleswig-Holstein wird das so gemacht. Die Buchen, Eichen, Eschen und Ahorn-Bäume werden so selten wie möglich gestört. 

«Wir verzichten auf die sogenannte Durchforstung der Wälder, auf Kahlschlag und Wiederaufforstung», sagt ein Förster dort. Immer nur einzelne Bäume würden gefällt. Wenn alte Bäume von selbst umstürzen, gucken die Förster, welche Arten von alleine nachwachsen. Es gebe eh Millionen von Baumsamen im Wald, sagt der Förster. 

Naturschützer etwa von der Organisation Greenpeace finden diese Wald-Form super. Solche naturnahen Wälder litten nicht so stark unter der Klimakrise wie Forste, sagt eine Greenpeace-Expertin. Einige andere Städte wie Berlin, München und Hannover haben die Ideen aus Lübeck schon übernommen. 

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2022
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG