Dem Virus Grenzen setzen

24. Juli 2020

Viren machen nicht an Landesgrenzen Halt. Das hat auch das Coronavirus in den vergangenen Monaten gezeigt. Nach und nach hat es sich überall auf der Welt ausgebreitet. Wie hat es das geschafft? Die Antwort lautet: über reisende Menschen.

Denn wenn sich zum Beispiel jemand im Urlaub mit dem Virus ansteckt, kann er es auch mit nach Hause bringen. Das war auch Anfang des Jahres so. Damals hatten das Virus wohl viele Menschen aus dem Ski-Urlaub mitgebracht. Zu Hause in Deutschland breitete es sich weiter aus.

Zurzeit sind wieder viele Menschen im Urlaub. Und das Coronavirus gibt es immer noch. Allerdings sind manche Länder stärker davon betroffen als andere. Man spricht dann von Risikogebieten. Dazu gehören gerade über hundert Länder, zum Beispiel die Türkei und die USA. Experten sagen: Dort ist das Risiko höher, sich anzustecken.

Wie kann man nun also verhindern, dass die Menschen das Virus aus solchen Gebieten nach Deutschland mitbringen? Darüber beratschlagten die Gesundheitsminister diese Woche mehrmals.

Am Freitag einigten sie sich: Menschen aus Risikogebieten können sich direkt nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen. Dazu sollen Teststellen zum Beispiel an Flughäfen eingerichtet werden.

«Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen», sagte eine Politikerin. «Allerdings nicht in den Flughäfen.» Das gilt auch für Menschen, die mit Auto, Bus oder Bahn zurückkommen. Testen lassen kann man sich zum Beispiel in Arztpraxen und Gesundheitsämtern.

Zeigt der Test, dass man sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, muss man für zwei Wochen in Quarantäne. Das bedeutet: Man darf sein Zuhause nicht verlassen und keinen Kontakt zu anderen haben. So kann man einem Virus zumindest ein paar Grenzen setzen.

dpa.

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