Bilder aus Wien sollen Angst machen

03. November 2020

Wer nicht in die Schule gehen möchte, kann zu Hause bleiben. Das galt am Dienstag zumindest in Wien, der Hauptstadt von Österreich. Das Angebot hatte dieses Mal aber nichts mit geschlossenen Schulen in der Corona-Krise zu tun.

Der Grund war ein Terror-Anschlag am Montagabend. Dort hatte ein Mann in der Innenstadt um sich geschossen. Mehrere Menschen kamen ums Leben oder wurden schwer verletzt. Auch der Täter wurde getötet.

Ob er noch Komplizen hatte, war erst mal noch unklar. Die Polizei bat die Menschen daher, zu Hause zu bleiben und nicht in die Innenstadt zu gehen. Auch zur Schule musste niemand, der sich unsicher fühlte.

Das Wort Terror bedeutet übersetzt Angst und Schrecken. Genau das wollen Terroristen mit ihren Taten erzeugen. Oft haben sie schwere Waffen dabei und gehen brutal vor.

Was man sonst nur aus Videospielen und Filmen kennt, ist plötzlich Wirklichkeit. «Die Täter wollen, dass viele Leute zusehen und Angst bekommen», sagt der Terror-Experte Rolf Tophoven. Deshalb suchen sie zum Beispiel auch Orte in Innenstädten aus.

Der Fachmann Raphael Bossong sagt: «Man soll das Gefühl bekommen: Es kann jeden treffen.» Dabei sei es extrem unwahrscheinlich, Opfer eines Terror-Anschlags zu werden.

Trotzdem haben viele Menschen Angst davor. Das hat auch mit den Bildern zu tun, die man überall nach solchen Taten sieht. Auch in Wien filmten viele Leute mit ihren Handys. Rolf Tophoven empfiehlt: Anstatt sich diese Bilder anzuschauen, sollte man lieber mit den Eltern über den Anschlag sprechen.

dpa.

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