Betrug mit den Tests?

30. Mai 2021

Wer einen Test braucht, muss meist nicht lange suchen. Fast überall gibt es Orte, an denen sich Menschen auf das Coronavirus testen lassen können. Durch manche Zentren kann man mit dem Auto fahren und muss gar nicht aussteigen. Andere Teststellen finden sich in Kneipen oder Restaurants, die noch zu haben. Allein in der Stadt Berlin gibt es etwa 1400 solcher Testzentren.

Sich testen zu lassen ist sinnvoll. Auch wenn die Tests nicht alles aufdecken, weiß man hinterher doch genauer: Habe ich mich mit dem Coronavirus angesteckt? Ist ein Test negativ, bedeutet das etwas Gutes: Man hat sich wohl nicht angesteckt. Mit einem negativen Test kann man dann zum Beispiel in Geschäften einkaufen oder an Sportgruppen teilnehmen. Denn wer sich nicht angesteckt hat, kann auch keine anderen Menschen infizieren.

Mit häufigen Tests können wir wieder mehr zu unserem gewohnten Alltag zurückkehren. Damit sich viele Menschen testen lassen, bezahlt der Staat die Tests. Pro Test bekommen die Teststellen 18 Euro. Da kommt schnell eine Menge Geld zusammen. Deshalb wollen auch Menschen daran verdienen, die es beim Testen vielleicht nicht so genau nehmen. Der Verdacht ist: Manche Zentren arbeiten nicht so genau, wie sie sollten. Und andere kassieren mehr Tests ab, als sie gemacht haben.

Das ist natürlich nicht in Ordnung. Der Gesundheitsminister schrieb im Internet: «Jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen.» Außerdem ist es so: Wenn die Testzentren unsauber arbeiten, stimmen die Ergebnisse vielleicht nicht. Dann denkt jemand, er hätte sich nicht angesteckt, obwohl er infiziert ist.

Viele fordern nun mehr Kontrollen. Schließlich sollen die Tests sicher sein und kein Geld soll verplempert werden. Ein Vertreter der Städte sagte außerdem: «Die Testzentren leisten gute Arbeit. Klar ist aber auch: Jedem Betrugsverdacht muss nachgegangen werden.»

dpa.

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