Auch diese Waffe ist kein Spielzeug

15. Januar 2020

Diese Waffe knallt wie eine echte Pistole und sieht auch so aus. Es handelt sich um eine Schreckschuss-Pistole. Damit kann man niemanden erschießen, gefährlich kann sie aber trotzdem sein. Experten sind deshalb beunruhigt. Sie sagen, es gebe immer mehr Menschen, die eine solche Waffe besitzen.

Was genau ist eine Schreckschuss-Pistole?

Die Schreckschuss-Pistole ist auf den ersten Blick nicht von einer echten Pistole zu unterscheiden. «Wie das Wort schon sagt, ist sie zur Abschreckung da», sagt Wolfgang Schönwald von der Polizei. Diese Pistolen sind also nicht mit tödlichen Kugeln geladen. Stattdessen explodieren zum Beispiel Platzpatronen mit einem lauten Knall.

Wofür braucht man eine Schreckschuss-Pistole?

Manche Menschen fühlen sich mit so einer Pistole sicherer. Sie denken, wenn ihnen etwas passiert, können sie Angreifer abschrecken. Das kann aber auch nach hinten losgehen und die Lage verschlimmern. Die Polizei rät deshalb von solchen Waffen zum Schutz ab. Oft werden Schreckschuss-Pistolen auch einfach gekauft, um damit herumzuballern, etwa an Silvester. Das ist aber nicht überall erlaubt.

Was gibt es für Regeln?

Um eine Schreckschuss-Pistole zu besitzen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Wer die Waffe trägt, braucht einen bestimmten Waffenschein. Das ist eine Erlaubnis, die man beantragen muss. Das Schießen in der Öffentlichkeit ist verboten. Damit sind zum Beispiel Straßen, Parks und Plätze gemeint.

Sind Schreckschuss-Pistolen gefährlich?

«Die Gefahr von Schreckschuss-Pistolen wird häufig unterschätzt», sagt Herr Schönwald. Auch mit diesen Waffen kann man sich schwer verletzen. Zum Beispiel, wenn sie vor dem Gesicht abgefeuert werden. Beim Abfeuern entsteht hoher Druck. Der kann zum Beispiel ein Blatt Papier zerfetzen. Schreckschuss-Pistolen sind also kein Spielzeug.

dpa.

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