Anstehen vor der Arschbombe

20. Mai 2020

Das Wasser spritzt in alle Richtungen. Mit einer Arschbombe im Wasserbecken zu landen, macht richtig Spaß. Wegen des Coronavirus war das zuletzt aber lange nicht möglich. Die Schwimmbäder in ganz Deutschland blieben zu. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: In einigen Bundesländern öffnen die Freibäder für Besucherinnen und Besucher wieder.

In Sachsen sind die Freibäder schon offen, in Berlin soll das nächsten Montag passieren. In Nordrhein-Westfalen dürfen sie seit Mittwoch wieder aufmachen. Schon früh am Morgen zogen viele Schwimmer ihre Bahnen, zum Beispiel in der Stadt Ochtrup. «Wir hatten schon um sechs Uhr morgens etwa 90 Besucher», sagt Robert Ohlemüller. Er ist für die Bäder in Ochtrup zuständig.

Damit sich die Badegäste nicht gegenseitig mit dem Coronavirus anstecken, sollen nicht zu viele Leute im Becken sein. Vor der Arschbombe vom Sprungbrett muss man also auch schon mal anstehen. In Ochtrup dürfen nur hundert Menschen gleichzeitig ins Freibad gehen. «Man muss sich vorher auf unserer Internetseite in eine Liste eintragen», erzählt Robert Ohlemüller.

Dort muss man nicht nur angeben, an welchem Tag man kommen möchte. Jeder Gast muss auch eine Uhrzeit wählen. Im Moment dürfen Besucherinnen und Besucher nur zwei Stunden bleiben. Danach müssen alle rausgehen und das Schwimmbad wird für die nächste Besucher-Gruppe gereinigt. «Wir desinfizieren zum Beispiel die Toiletten oder die Handläufe an Treppen», sagt Robert Ohlemüller.

In anderen Freibädern können die Regeln ein bisschen anders sein. Wenn du schwimmen gehen möchtest, solltest du dich also vorher informieren. Wichtig ist, dass du auf genügend Abstand zu anderen Leuten achtest, auch auf der Liegewiese. Du kannst also etwa mit einer Freundin oder einem Freund Wasserball spielen. Ihr solltet euch aber nicht gegenseitig huckepack nehmen.

dpa.

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