Afrika arbeitet zusammen

09. Februar 2020

Diese Politiker und Politikerinnen leben Tausende Kilometer voneinander entfernt. Einige wohnen am Mittelmeer, andere am Indischen Ozean und wieder andere am Atlantischen Ozean. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie alle leben und arbeiten auf dem großen Kontinent Afrika. Am Sonntag kamen politische Vertreter aus allen afrikanischen Ländern zusammen: in der Stadt Addis Abeba im Land Äthiopien.

Der Grund dafür war ein wichtiges Treffen, nämlich die Versammlung der Afrikanischen Union. Bei uns in Europa kennst du vielleicht die Europäische Union. Darin arbeiten Staaten zusammen, etwa um gemeinsam den Frieden zu erhalten und besser bei der Wirtschaft zusammenzuarbeiten. Und ganz ähnlich ist das in der Afrikanischen Union, oft kurz AU genannt. Nur dass die Afrikanische Union noch viel größer ist als die Europäische Union: 55 afrikanische Länder arbeiten darin zusammen.

Eine der wichtigsten Aufgaben der AU ist es, bei Konflikten zu vermitteln. Gerade bekriegen sich im Land Libyen zum Beispiel Soldaten der Regierung und Rebellengruppen. Die Rebellen versuchen, mit Gewalt die Macht im Land zu übernehmen. Nun versuchen Politikerinnen und Politiker aus anderen Ländern, alle von einem Waffenstillstand zu überzeugen.

Einer dieser Politiker ist Cyril Ramaphosa. Er ist der Präsident des Landes Südafrika. Am Sonntag übernahm er den Vorsitz der Afrikanischen Union. Sein Jahr an der Spitze der Gruppe soll unter dem Motto stehen: «Die Waffen zum Schweigen bringen». Für Libyen etwa plant er ein Versöhnungstreffen.

Die Afrikanische Union hat auch eigene Friedenstruppen, die sie in Konfliktregionen schicken kann. Die sollen dann zum Beispiel schauen, ob ein vereinbarter Waffenstillstand auch eingehalten wird.

dpa.

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