Gute Nachrichten für Buckelwale, schlechte für Rentiere

29. Dezember 2022

Seit Jahren flogen die blauen Papageien nicht mehr frei durch die Wälder im Land Brasilien. Nun sind sie wieder da. Auch die Zahl von Tigern und Buckelwalen hat im Jahr 2022 an manchen Orten wieder zugenommen. Für andere Tierarten lief es nicht so gut. Am Donnerstag berichtete die Naturschutz-Organisation WWF über Gewinner und Verlierer im Tierreich.

Dugongs: Langsam bewegt sich der kurze dicke Rüssel über den Meeresboden. Dugongs sind große graue Seekühe. Inzwischen gibt es nicht mehr viele von ihnen. Das liege besonders an der Fischerei, sagen Tierschützer. Dugongs verheddern sich in Fischernetzen und werden von Booten verletzt. Auch Plastikmüll im Meer ist ein Problem für die Seekühe.

Rentiere: Vor knapp 20 Jahren lebten in Sibirien in Russland noch eine Million Rentiere. Inzwischen hat ihre Zahl stark abgenommen. Die Rentiere finden zu wenig zu fressen. Das hat mit dem Klimawandel und höheren Temperaturen zu tun. Auf ihren Wanderungen müssen die Tiere im Frühjahr Flüsse durchqueren, die früher zugefroren waren. Das ist gerade für Jungtiere sehr gefährlich. Zudem werden Rentiere häufig von Wilderern gejagt.

Für andere Tiere lief es deutlich besser. Hier kommen zwei Beispiele.

Spix-Aras: In ihrem Heimatland Brasilien waren Spix-Aras seit Jahren verschwunden. Nur noch bei Menschen lebten einige der Papageien mit den leuchtend blauen Federn. Einige Tierschützer züchteten die Vögel in Deutschland, um sie später in Südamerika in die Freiheit zu entlassen. Das ist mittlerweile geschafft: Ungefähr 20 Spix-Aras fliegen nun wieder durch die brasilianische Wildnis. Weitere sollen folgen.

Buckelwale: Für ihre Sprünge sind die riesigen Wale bekannt. Früher wurden sie viel gejagt, inzwischen ist das zumindest verboten. Manchmal sterben Buckelwale aber trotzdem durch Menschen: Sie stoßen mit Schiffen zusammen oder verheddern sich in Fischernetzen. Das Land Australien vermeldet nun einen Erfolg: Die Zahl der Buckelwale hat wieder zugenommen.

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dpa.

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