Xenophyophoria

01. April 2009

Xenophyophoria... Stopp, nicht aufgeben, das schwierige Wort spricht man Kseno-füo-foria. Was für ein Zungenbrecher! Hinter dem Begriff stecken besondere Lebewesen aus der Tiefsee.

Es sind wahrscheinlich weder Tiere noch Pflanzen. Sie bestehen nur aus einer einzigen, riesigen Zelle. Manche haben einen Durchmesser von etwa 25 Zentimeter. Die meisten sind aber eher ein bis vier Zentimeter lang. Über die Lebewesen ist sehr wenig bekannt.

Ihr Körper ist üblicherweise fein verästelt. Sie bauen sich eine feste Schutzhülle aus allem, was sie in ihrer Umgebung so finden - aus Mineralkörnchen, Überresten anderer Meeresbewohner oder sogar aus Kotkügelchen. Daher stammt auch ihr Name. Er bedeutet «Träger fremder Körper».

Die Tiefsee-Einzeller sind fest am Meeresboden verankert. Sie fangen ihre Nahrung vermutlich mit Hilfe sogenannter Scheinfüßchen. Das sind Teile der Zelle, die in Spalten des Gehäuses nach außen ins Meerwasser ragen. Zudem bieten die Lebewesen auch anderen Tieren Schutz: Ein Exemplar im Ostpazifik beherbergte 30 Schlangensterne, 17 Vielborster, 13 Asseln und etwa 40 weitere Besucher!

dpa.

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