Tauchboot

01. April 2009

Begonnen hat alles mit dem Tauchboot «Trieste». Darin tauchten der Meereskundler Jacques Piccard und Marineleutnant Don Walsh im Jahr 1960 in den Marianengraben im Pazifik.

Dort sind mit mehr als 11 000 Metern die tiefsten Stellen des Meeres. Das Tauchboot setzte in fast 11 000 Metern Tiefe am Meeresboden auf. Seither ist kein Mensch mehr so tief getaucht. Jacques hatte das Tauchboot übrigens mit seinem Vater Auguste Piccard konstruiert. Bei den meisten Tauchfahrten in die Tiefsee geht es allerdings auch nicht um Rekorde, sondern um Forschung. Das vielleicht bekannteste Forschungstauchboot ist «Alvin». Mit Alvins Hilfe wurden die ersten heißen Tiefseequellen entdeckt und auch das Wrack der «Titanic» untersucht. Das berühmte Passagierschiff «Titanic» war im Atlantik nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg gesunken.

Moderne Tauchboote sind meistens Roboter - denn ohne Menschen an Bord kann man tiefer, länger und vor allem gefahrlos tauchen. Manche dieser Tauchroboter sind ferngesteuert, andere sind über Kabel mit einem Mutterschiff verbunden. In mehreren tausend Metern Tiefe sammeln die komplizierten Geräte Bodenproben, messen Temperatur und Sauerstoffgehalt. Sie filmen die Tiere der Tiefsee oder kontrollieren Ölleitungen. Mittlerweile gibt es sogar organisierte Reisen in die Tiefsee. Um als Tourist zur «Titanic» oder einem Tiefseevulkan zu tauchen, muss man allerdings nicht nur bereit sein, stundenlang in einer winzigen Tauchkapsel zu frieren. Man muss auch sehr viel Geld dafür berappen.

dpa.

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