Licht

21. Oktober 2012

Sonnenlicht gibt es im Meer allerhöchstens in den obersten hundert Metern. Darum leben in der Tiefsee auch keine Pflanzen.

Denn diese brauchen das Licht der Sonne zum Überleben. Aber vollkommene Finsternis herrscht am Meeresboden trotzdem nicht. Die Tiere der Tiefsee haben sich einiges einfallen lassen, um zu sehen und gesehen zu werden: Einige leuchten einfach selbst. Manche Tiere produzieren das Licht selbst, andere lassen sich von Bakterien helfen.

Aus der Stirn des Tiefsee-Anglerfischs zum Beispiel wächst eine regelrechte Angel, in der es sich Leuchtbakterien bequem gemacht haben. Ein prima Köder. Denn ihr Leuchten lockt andere Tiere an. Und die schwimmen dem Fisch dann direkt ins Maul. Manchmal haben die Anglerfische auch noch einen leuchtenden «Bart», um noch weiter sichtbar zu sein.

Andere Tiere nutzen ihre Laternen, um Partner zu treffen. Denn in der dunklen Tiefe ist es nicht immer ganz einfach, dass Männchen und Weibchen einer Art zusammen finden. Typische Leuchtmuster sorgen dafür, dass es zu keiner Verwechselung kommt.

Wieder andere Tiere nutzen das Licht als Scheinwerfer, um Beute zu finden. Am häufigsten strahlen die Tiefseebewohner in blauem oder blaugrünem Licht. Seltener findet man auch rotes Leuchten - das ist bei der Jagd besonders schlau, da es die meisten Tiere nicht sehen können. So bemerken sie den nahenden Feind nicht einmal. Der Fachbegriff für das selbst erzeugte Leuchten ist übrigens Biolumineszenz.

dpa.

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