IODP

01. April 2009

IODP ist die englische Abkürzung für das «Internationale Ozean-Bohr-Programm». Gebohrt wird im Meeresboden - und zwar richtig tief.

Hunderte oder sogar Tausende Meter tief schraubt sich dann die Bohrspitze eines gigantischen Tiefseebohrers in Schlamm und Gestein unter dem Meer. Der Bohrer wird von einem Schiff aus gestartet. Das bedeutet, dass er schon mehrere Tausend Meter Wasser hinter sich bringen muss, ehe er den Meeresboden überhaupt erreicht und mit dem Bohren beginnen kann. Das Schiff muss währenddessen ganz ruhig liegen. Wenn es hin- und hertriebe, könnte der Bohrer kaputt gehen. Kein leichtes Unterfangen.

Sehr heiß und dunkel ist es unter dem Meeresgrund, und es herrscht ein gewaltiger Druck. Trotzdem gibt es Leben. Sogar in 2,7 Kilometer Tiefe findet man noch Bakterien. Ein besonders aufregendes Leben führen diese Bakterien allerdings nicht: Sie haben so wenig zu fressen, dass sie gerade so überleben können. Sie warten meist eher nur ab, ob es mal besser wird. Manche Forscher vermuten, dass es Bakterien dieser Art schon seit 80 oder sogar 160 Millionen Jahren da gibt. Die waren also schon da, als noch die Dinosaurier über die Erde stapften.

dpa.

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