Challenger

01. April 2009

Das Wort Challenger (gesprochen: Tschelendjer) ist Englisch und bedeutet Herausforderer. Diesen Namen hatte ein berühmtes Schiff.

Die Reise der «Challenger» in den Jahren 1872 bis 1876 gilt als erste große, moderne meereswissenschaftliche Expedition. Sie wurde von den Briten gestartet. Wissenschaftler bereisten an Bord des umgebauten Kriegsschiffes die drei Weltmeere Atlantik, Pazifik und Indischer Ozean. Ganze 127 000 Kilometer legten sie dabei zurück.

Sie führten viele physikalische, chemische, geologische und biologische Untersuchungen durch. Erst dadurch bekamen die Menschen ein grobes Bild von der Tiefe des Meeres und von seinen Strömungen.

Für die Erforschung der Tiefsee war die «Challenger» besonders wichtig: Die Wissenschaftler an Bord bewiesen, dass das Meer bis in große Tiefen von Lebewesen bevölkert ist. Dafür hatten sie extra Geräte, die ins Wasser gelassen wurden. In kleinen Behältern wurden Bodenproben hochgezogen. Bis kurze Zeit vorher hatte man geglaubt, dass unterhalb von 500 Metern Wassertiefe nichts und niemand überleben kann.

Tausende bis dahin unbekannte Tiere holten die Forscher aus dem Meer, beschrieben sie und gaben ihnen einen Namen. Die Messungen und Beobachtungen der Expedition füllen 50 Buchbände. Erst 19 Jahre nach Expeditionsende wurde der letzte Band veröffentlicht - so lange hatte es gedauert, alle Informationen und mitgebrachten Proben auszuwerten.

dpa.

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