Berge

01. April 2009

In den Bergen gibt's kein Meer, ganz klar. Umgekehrt aber schon - auch im Meer gibt es Berge. Sie ragen unter der Meeresoberfläche tausend oder sogar mehrere Tausend Meter vom Seeboden auf.

Fachleute nennen die Unterwasserberge auch Seamounts (gesprochen: Si-maunts). Das Wort kommt aus dem Englischen und heißt Meeresberge oder Unterseeberge.

Die Gesteins-Riesen sind meist alte Vulkane. Manche sind auch noch aktiv und speien unter Wasser ihr Feuer. Die Berge stehen allein oder bilden richtige Gebirgszüge. Man findet sie in allen Ozeanen. Insgesamt gibt es vermutlich mehr als 100 000 Unterseeberge.

An ihren Hängen und um die Gipfel herum wimmelt es nur so von Leben: Fischlarven und jede Menge winzig kleine Tiere finden dort Schutz. Das zieht auch viele größere Tiere an. Wenn sie auf Nahrungssuche sind, sammeln sie sich oft an den Seamounts.

Viele Arten gibt es überhaupt nur an den Unterseebergen - und nirgendwo sonst im Meer. Wegen der vielen Fische, die sich rund um diesen besonderen Lebensraum sammeln, wird dort auch viel gefischt. Doch manche Fischer nehmen dazu lange Netze, die tief reichen und unten beschwert sind. Diese Grundschleppnetze zerstören die Unterseeberge - und bedrohen deswegen ihre Bewohner.

dpa.

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