Was passiert im Geldautomat?

29. November 2012

Bankkarte einstecken, Geheimzahl eingeben, Geldbetrag auswählen - und kurz darauf spuckt der Geldautomat die Scheine aus.

Wer Geld braucht, nutzt oft Bankomaten. Aber hast du dich schon mal gefragt, woher die Scheine kommen? Und was im Inneren des großen Gerätes passiert?

Die erste Frage ist leicht zu beantworten. Die Scheine liegen in einem gesicherten Tresor im Automaten: in speziellen Geldkassetten, die übereinandergestapelt sind. In einem Behälter liegen nur 10-Euro-Scheine, in einem anderen 20-Euro-Scheine und so weiter. Die Kassetten werden regelmäßig aufgefüllt.

Bei der zweiten Frage wird es kniffeliger. Also von vorn: Jemand steht vor einem Automaten und möchte 100 Euro abheben. Er tippt am Gerät den Betrag an. Im Inneren des Automaten beginnt es kurz darauf zu rattern: «Was man hört, sind die Transportwege», erklärt eine Fachfrau. Sie arbeitet für eine Firma, die Geldautomaten herstellt. Bei ihren Geräten passiert Folgendes:

Ein Technik-System sorgt dafür, dass die Scheine aus den Kassetten geholt werden. «Jede Kassette hat eine Metallklappe, aus der der Schein kommt. Der Geldschein wird ganz dicht an ein paar Gummirollen herangeschoben, die den Geldschein aus der Kassette herausziehen. Es gibt aber auch Geräte, die die Scheine mit Luft ansaugen», sagt die Expertin.

Jetzt kommen spezielle Bänder zum Einsatz. Sie verlaufen vor dem Kassetten-Stapel. Die Bänder sind also der Aufzug für die Scheine. Schließlich müssen etwa Scheine von ganz unten nach oben transportiert werden: «Jeder Schein wird einzeln zwischen zwei Riemen geklemmt und nach oben gefahren», erklärt die Fachfrau. Oben angekommen, werden die einzelnen Scheine gesammelt und in ein Fach gelegt. Aus diesem Geldausgabe-Fach zieht der Kunde seine 100 Euro.

dpa.

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